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Prime Video: Amazon plant angeblich werbefinanzierten Videodienst

Bietet Amazon künftig neben seinem kostenpflichtigen Videostreamingdienst Prime Video zusätzlich noch eine kostenlose Variante an, die sich über Werbung finanziert? Über solche angeblichen Pläne von Amazon berichtet das Magazin "AdAge".

Amazon Prime Video© Amazon.com, Inc.

New York – Der Online-Händler Amazon bietet im Rahmen seiner in Deutschland für 69 Euro jährlich abonnierbaren Prime-Mitgliedschaft auch Zugriff auf seinen Videostreamingdienst Amazon Prime Video. Alternativ lässt sich Prime Video auch separat für 7,99 Euro monatlich buchen. Laut einem Bericht des Branchenmagazins "AdAge" mit Bezug auf mit den Plänen vertraute Personen möchte Amazon angeblich zusätzlich einen kostenlosen, werbefinanzierten Videostreamingdienst entwickeln.

Amazon spricht mit Studios über Lieferung von Inhalten

Amazon spreche bereits mit TV-Anbietern, Filmstudios und anderen Medienunternehmen über die Verfügbarkeit von Inhalten für den neuen Dienst. Ein kostenloser Videodienst würde den Kampf um Zuschauer weiter anfachen. Schon jetzt investieren Netflix, Amazon, Facebook, Apple & Co. hohe Beträge in exklusive Inhalte für ihre Dienste. Alleine Amazon wende in diesem Jahr rund 5 Milliarden US-Dollar für Inhalte auf.

Teilt Amazon Daten über Zuschauer mit Werbekunden?

Damit ein kostenfreier Videodienst auch für Werbekunden attraktiv wird, könnte Amazon diesen Zahlen über seine Zuschauer weitergeben. Mögliche Inhalte für einen werbefinanzierten Videostreamingdienst seien unter anderem Themen wie Lifestyle, Reisen und Kochen. Die in Werbeclips gezeigten Produkte könnten direkt bei Amazon bestellt werden. Aber auch das Kinderprogramm könne gestärkt werden. Eine offizielle Bestätigung der Pläne blieb unterdessen aus: Eine Amazon-Sprecherin habe den Bericht von "AdAge" nicht kommentiert.

Jörg Schamberg

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