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Premiere will arena ausbremsen

Offensichtlich hat Premiere bei der zuständigen Medienanstalt Widerspruch gegen die Sendelizenz von arena eingelegt.

18.05.2006, 08:43 Uhr
Internet© Daniel Fleck / Fotolia.com

Der Streit um die Übertragungsrechte für die kommenden drei Spielzeiten der Fußball Bundesliga und 2. Bundesliga nimmt immer größere Ausmaße an. Während die Deutsche Fußball Liga (DFL) der Deutschen Telekom mit einem Lizenzentzug droht, sollte sie ihre Internet-Rechte tatsächlich nutzen, um mit einem Partner ein Pay-TV-Angebot auf die Beine zu stellen, hatte Premiere-Chef Dr. Georg Kofler gestern auf der Hauptversammlung von des Pay TV-Senders Premiere scharf gegen den neuen Wettbewerber arena geschossen. Jetzt hat Premiere offensichtlich Widerspruch gegen die Sendelizenz von arena eingelegt.
Wie die Nachrichtenagentur Reuters meldet, sei der Widerspruch beim zuständigen Lizenzgeber, der Landesmedienanstalt Nordrhein-Westfalen, eingereicht worden. Wie es heißt, habe die Medienanstalt selbst auf Probleme bei der Erteilung einer Sendelizenz an einen Kabelnetzbetreiber hingewiesen. Trotzdem sei die Lizenz ohne Auflagen erteilt worden. Bestimmte Auflagen hätten aber nach Auffassung von Premiere eine Beeinträchtigung der Meinungsvielfalt und des Wettbewerbs verhindern können.
arena zeigt sich nach außen gelassen
Trotz des ganzen Hin und Hers bleibt man bei arena selbst offensichtlich locker – zumindest nach Außen. "Wir sehen die Situation gelassen und beteiligen uns nicht an Spekulationen", sagte eine arena-Sprecherin gegenüber "Dow Jones Newswires". "Bundesliga live wird es über Kabel und Satellit nur bei arena geben", so die Sprecherin weiter.
Arena hatte sich im Dezember im Bieterverfahren um die Übertragungsrechte für Privathaushalte überraschend gegen den bisherigen Rechteinhaber Premiere durchgesetzt. Arena, eine Tochtergesellschaft des Kabelriesen Unity Media zu der auch die Kabelnetzbetreiber ish und iesy gehören, soll ab der kommenden Saison jährlich 220 Millionen Euro an die DFL für die Übertragungsrechte zahlen.

(Hayo Lücke)

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