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Premiere sieht sich für die Zukunft gerüstet

Premiere-Chef Georg Kofler sieht den Rückgang an Kunden "alles andere als dramatisch". Ein Sonderkündigungsrecht gewährt Premiere nach dem Verlust der Bundesliga-Rechte nur wenigen Kunden.

08.08.2006, 13:26 Uhr
Internet© rajareddy / Fotolia.com

Trotz eines dicken Minus im zweiten Quartal dieses Jahres sieht Premiere-Chef Georg Kofler sein Unternehmen auf einem guten Weg. Premiere haben klare Perspektiven in Sachen Profitabilität und sieht sich auch für die Zukunft als Marktführer im Pay-TV-Geschäft.
Kofler entspannt
Trotz des starken Kundenrückgangs um 45.000 im ersten Quartal und knapp 80.000 Kunden im zweiten Quartal sieht Kofler den Rückgang "alles andere als dramatisch". Insgesamt 88.000 Neukunden standen 167.000 Kündigungen gegenüber. Wann Premiere gemessen an den Kundenzahlen wieder Wachstum verzeichnen könnte, mochte Kofler nicht sagen. Allen Kunden, bei denen Fußball ein Kernprodukt des Abonnements war, habe Premiere ein Sonderkündigungsrecht gewährt. Das gelte zum Beispiel für alle, die "Fußball live" gebucht hätten, nicht aber für Premiere-Komplett-Kunden. Ferner werde ein Sonderkündigungsrecht nur all denjenigen gewährt, die aktuell nicht von Premiere über die neue arena-Kooperation mit einem Bundesliga-Paket versorgt werden können.
Premiere Finanzvorstand Michael Börnicke hob in einer Telefonkonferenz hervor, dass es eine stabile Entwicklung bei der Paketstruktur gegeben habe. Insgesamt 87 Prozent der Premiere-Kunden nutzten im zweiten Quartal ein Premium-Paket. Davon hätten nur 13 Prozent ein reines Sportpaket genutzt. Ebenfalls 13 Prozent nutzten das seit Anfang August nicht mehr vermarktete Einsteiger-Angebot "Premiere Start".
Fußball boomt
Für das zweite Halbjahr sieht sich Premiere gut positioniert. Das Thema "Sport" steht nach Angaben von Premiere-Chef Kofler dabei im Vordergrund. Die Fußball Bundesliga stehe dabei im Vordergrund. Premiere vermarktet das arena-Angebot in 14 Bundesländern und setzt zudem auf die Verbreitung einer eigenen Bundesliga-Produktion über das IPTV-Angebot der T-Com. Zudem werde es die Top-Spiele der UEFA Champions League exklusiv bei Premiere zu sehen geben.
Auf Seiten der Kosten werde sich nach Angaben von Michael Börnicke positiv auswirken, dass Premiere spürbar geringere Kosten bei der Bundesliga-Produktion entstünden. Mehr Geld müsste im Gegenzug für die Rechte an der UEFA Champions League und des UEFA Pokals gezahlt werden.

(Hayo Lücke)

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