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Premiere: Neue Pläne sorgen für Kursrutsch

Innerhalb der nächsten Wochen sollen neue Aktien mit einem Emissionserlös von bis zu 250 Millionen Euro auszugeben werden. Der Aktienkurs reagierte mit einem drastischen Verlust.

24.08.2007, 15:01 Uhr
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Deutschlands größter Pay-TV-Sender, Premiere, braucht frisches Kapital um neue Rechtepakete kaufen und möglicherweise Übernahmen stemmen zu können. Hierzu hat der Vorstand des Medienunternehmens heute mit der Zustimmung des Aufsichtsrats den Grundsatzbeschluss über eine Kapitalerhöhung gefasst. An der Börse löste die Ankündigung einen Kursrutsch aus.
Mehr Geld für neue Rechte
Premiere plant, innerhalb der nächsten Wochen neue Aktien mit einem Emissionserlös von bis zu 250 Millionen Euro auszugeben. Der Emissionserlös soll zu 100 Prozent in das Unternehmen fließen. Bestehende Premiere-Aktionäre sollen die Möglichkeit erhalten, Teile der neuen Aktien direkt beziehen zu können. Der neue Premiere-Chef Michael Börnicke will mit der geplanten Kapitalerhöhung "den unternehmerischen Spielraum von Premiere erhöhen". Mit der Ausgabe neuer Aktien gewinne man "zusätzliche finanzielle Flexibilität für den Erwerb attraktiver Programmrechte".
Aktienkurs rutscht drastisch ab
An der Börse wurden die Absichten des Konzern-Vorstands alles andere als euphorisch aufgenommen. Unmittelbar nach Bekanntwerden der Pläne zur Kapitalerhöhung stürzte der Premiere-Aktienkurs um über acht Prozent in den Keller und notierte zwischenzeitlich bei nur noch 15,82 Euro.

(Hayo Lücke)

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