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Premiere macht Kabelnetzbetreibern Konkurrenz

Der Pay-TV Anbieter Premiere startet am 1. September mit "Premiere Sky" ein neues Programmpaket. Vielfalt statt Exklusivität steht dabei laut Premiere-Chef Kofler im Vordergrund.

13.03.2007, 17:01 Uhr
Datenverkehr© Julien Eichinger / Fotolia.com

Der Bezahlfernsehsender Premiere will mit einem neuen Programmpaket den Kabelnetzbetreibern Konkurrenz machen. "Premiere Sky" soll ab 1. September ausschließlich Programme über Satellit vermarkten, die bislang nur in den Kabelnetzen zu empfangen waren.
Wolfram Winter abgeworben
Zum Geschäftsführer wurde der ehemalige NBC Universal-Chef Wolfram Winter berufen. Zuletzt war Winter bei der geplanten Pay-TV Plattform Stargate unter Vertrag. Stargate sollte ursprünglich mit einem ähnlichen Konzept im Herbst an den Start gehen. Veranstalter ist die Astra-Betreibergesellschaft SES. Allerdings hatte Stargate bislang keine Investoren gefunden. Ob das Projekt unter diesen Umständen überhaupt noch eine Chance hat umgesetzt zu werden, ist mehr als fraglich.
Kabel-Kanäle erstmals über Satellit
Mit der neuen Plattform sollen in erster Linie Programmanbieter, die bislang keinen Partner für eine Satelliten-Vermarktung gefunden haben, angesprochen werden. Die monatlichen Kosten sollen nach uns vorliegenden Informationen zwischen acht und maximal 15 Euro liegen. "Premiere Sky" kann zu den bestehenden Paketen hinzugebucht werden und soll nach Worten von Premiere-Chef Georg Kofler als Einsteigerpaket dienen. Anstatt der bei Premiere gewohnten Exklusivität steht bei diesem Paket die Programmvielfalt im Vordergrund. Für die Vermarktung gründet Premiere die neue Tochtergesellschaft Premiere Sky GmbH.
Kabeleinspeisung widersinnig
Vorläufig wird eine Einspeisung in die Kabelnetze nicht angestrebt. Dies würde auch wenig Sinn machen. Nahezu alle Kabelnetzbetreiber vermarkten digitale Pay-TV Pakete in Eigenregie. Bereits die Fremdsprachenplattform Premiere International wird exklusiv nur für Satelliten-Direktempfänger angeboten, da fast alle Programme auch obligatorisch im Kabel zu finden sind. Derzeit empfangen etwa 1,7 Millionen Kunden das Premiere-Angebot über Satellit.

(Stefan Hagedorn)

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