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Premiere kämpft und will die Preise senken

Derweil freut sich Arena über einen wahren Zustrom an Kunden. Binnen der ersten sechs Stunden wurden über 6.000 Abos verkauft.

29.03.2006, 12:08 Uhr
Datenverkehr© Julien Eichinger / Fotolia.com

Der Pay-TV-Sender Premiere kämpft eisern um all seine gut 3,5 Millionen Kunden. Nach dem Verlust der Übertragungsrechte für die Fußball Bundesliga an den TV-Neuling Arena, der ab der kommenden Saison alle 612 Spiele der 1. und 2. Bundesliga ab 9,90 Euro monatlich anbietet, versucht Premiere nun, ein Sublizenz zu erhalten, um seinen Kunden doch noch Fußball anbieten zu können.
Premiere weiter zuversichtlich
In einem Gespräch mit dem "Handelsblatt" zeigte sich Premiere-Vorstandschef Georg Kofler optimistisch, dass die Verhandlungen über eine Sublizenzierung positiv zum Abschluss gebracht werden können. "Wir sind weiterhin zuversichtlich, dass in unserem Angebot auch Bundesliga enthalten sein wird", so der Premiere-Boss. Arena wird seine Lizenzen allerdings während der kommenden drei Spielzeiten nicht an Premiere weiterverkaufen. Das hatte die Führungsetage des Senders am Montag in München nochmals deutlich gemacht.
Dem "Handelsblatt" zufolge wird Premiere zudem die Preise senken. "Premiere nimmt den neuen Wettbewerb sportlich an. Unsere Antwort in Form von Angeboten und Preisen werden wir noch vor Ablauf der Bundesliga-Saison bekannt geben", wird Kofler zitiert. Exakte Preismodell hat Premiere aktuell noch nicht in der Schublade, da eben noch nicht geklärt ist, ob der Sender am Ende tatsächlich die Bundesliga wird übertragen dürfen.
Große Nachfrage bei Arena
Bei Arena freut man sich unterdessen über ein großes Interesse am ersten der Öffentlichkeit präsentieren Programmpaket. Eine Sprecherin der Fernsehtochter des Kabelkonzerns Unity Media sagte: "Wir sind von der sehr hohen Nachfrage nach Abonnements überrascht". In den ersten sechs Stunden seinen bereits über 6.000 Abos verkauft worden. Bei vielen Anfragen ginge es auch darum, wie das bestehende Premiere-Abo gekündigt werden könne. Ein aktuelles Urteil des Landgericht Hamburg stärkt den Verbraucherschutz derjenigen, die eine solche Kündigung durchziehen möchten.

(Hayo Lücke)

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