News

Preisdruck im Mobilfunk - Telefónica will mit LTE wachsen

Der Konkurrenzkampf auf dem Mobilfunkmarkt drückt auf die Umsätze der Anbieter. Eine Chance sieht die Finanzchefin von Telefonica Deutschland im Ausbau des schnellen mobilen Internets über LTE.

02.07.2013, 17:40 Uhr (Quelle: DPA)
SMS© TristanBM / Fotolia.com

Die Deutschen knausern bei Handyausgaben - und diesen Druck bekommt die Mobilfunkbranche zu spüren. Die Finanzchefin von Telefonica Deutschland, Rachel Empey, rechnet weiter mit einem starken Konkurrenzkampf unter den Anbietern.

Wohl keine weiteren Preissenkungen

"Der Abwärtsdruck auf Umsatz, Kundenverhalten und Marktpreise ist eindeutig noch vorhanden und wird noch einige Quartale anhalten", sagte Empey der dpa. Nach dem Preisrutsch im vergangenen Jahr, als Konkurrent E-Plus die Preise senkte und andere Anbieter nachzogen, dürften die Tarife nun stabil bleiben, erwartet Empey. Es werde zwar immer wieder Sonderangebote geben. "Ich rechne aber nicht mit weiteren Rücksetzern bei den Preisen in der Breite."

Eine Chance sieht die Managerin in dem Mobilfunkstandard LTE für Hochgeschwindigkeits-Internet. In Märkten, die bereits LTE haben, ändere sich das Verhalten der Kunden. Sie würden zum Beispiel verstärkt Videos über das Internet ansehen. "Daher bin ich für die Entwicklung der Datennutzung so optimistisch", sagte Empey. "Zur Jahresmitte decken wir sämtliche großen städtischen Gebiete Deutschlands mit LTE ab", kündigte Empey an. 2014 werde die LTE-Nutzung die breite Masse erreichen, auch weil der Anteil von Smartphone-Besitzern zunehme. Daher investiere Telefonica Deutschland kräftig in die neue Technik.

Telefónica sieht sich nicht unter Druck

Trotz der geplanten Großübernahme von Kabel Deutschland durch Vodafone sieht sich Empey nicht unter Zugzwang. "Wir sind sehr glücklich mit unserem schnellen mobilen Internet und dem geplanten Festnetz-Internetdeal mit der Deutschen Telekom." Telefonica Deutschland will für das Festnetz-Internet verstärkt die neue Hochgeschwindigkeits-Infrastruktur der Telekom nutzen.

Gerüchten, die spanische Konzernmutter könne weitere Anteile an der deutschen Tochter verkaufen, hielt sie entgegen: "Deutschland ist anerkanntermaßen einer der attraktivsten Märkte." Telefonica habe beim Börsengang die Mehrheit der Anteile behalten. "Es gibt gute Gründe für Telefonica S.A., daran festzuhalten."

(Hayo Lücke)

Kommentieren Forum
Zum Seitenanfang