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Polizei kappt großen deutschen BitTorrent-Tracker

Über das BitTorrent-Steuerungsprogramm zur Verteilung von Filmen, Musik und Software seien knapp 18.600 Raubkopien verteilt worden, so die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen.

02.12.2009, 11:15 Uhr
Internet© Anterovium / Fotolia.com

Erneut ist deutschen Ermittlern ein Schlag gegen illegales Filesharing im Internet gelungen. Bereits am 26. November sei es in Berlin und Nürnberg zu einem empfindlichen Schlag gegen die Raubkopierer-Szene gekommen, teilte die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) mit. Dabei sei nicht nur die Privatwohnung eines Mannes in Berlin durchsucht, sondern auch ein BitTorrent-Tracker in einem Nürnberger Rechenzentrum vom Netz genommen worden. Laut GVU einer der größten deutschsprachigen Tracker überhaupt.
Mehr als eine halbe Millionen Downloads
Über das BitTorrent-Steuerungsprogramm zur Verteilung von Filmen, Musik und Software seien knapp 18.600 Raubkopien verteilt worden, so die GVU. Rund 25.000 registrierte Nutzer hätten mehr als eine halbe Millionen illegale Downloads getätigt - bis zum 15. Juli dieses Jahres exakt 526.377.
Neue Nutzer wurden in das Tracker-Netzwerk nur nach einer schriftlichen Bewerbung oder durch Empfehlung bereits bestehender Mitglieder aufgenommen, heißt es weiter. Sie alle hatten sich nach einem umfangreichen Strafen- und Regelkatalog zu richten, der ihnen unter anderem auch das Uploaden von Dateien vorschrieb. Ein 16-köpfiges Tracker-Team habe diese Regelungen streng überwacht.
Der Berliner wird beschuldigt, den geschlossenen Tracker betrieben zu haben. Die bei ihm sichergestellten Beweismittel werden nun von den Behörden ausgewertet. Vorausgegangen waren monatelange Ermittlungen der Nürnberger und Berliner Staatsanwaltschaft. Die GVU stellte bereits Ende August 2008 Strafantrag gegen den damals noch unbekannten Betreiber.

(Hayo Lücke)

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