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Pocketbooks sollen iPads Konkurrenz machen

25 Prozent Marktanteil in den kommenden ein, zwei Jahren seien eine realistische Vorgabe, sagte Europa-Geschäftsführer Peter Jargstorf am Donnerstag in Radebeul.

07.04.2011, 16:01 Uhr (Quelle: DPA)
Smartphone© goodluz / Fotolia.com

Der ukrainische E-Reader-Hersteller Pocketbook drängt mit ambitionierten Zielen auf den deutschen Markt. 25 Prozent Marktanteil in den kommenden ein, zwei Jahren seien eine realistische Vorgabe, sagte Europa-Geschäftsführer Peter Jargstorf am Donnerstag in Radebeul. 2009 war es nach Unternehmensangaben noch weniger als ein Prozent. Aktuelle Angaben machte Jagstorf nicht. Angepeilt werde ein Umsatz in Europa im zweistelligen Millionenbereich. In Russland oder der Ukraine liege der Marktanteil schon jetzt bei mehr als 40 Prozent.

iPads werden vom gleichen Hersteller produziert

Die bisher überwiegend im Internet erhältlichen elektronischen Lesegeräte sollen künftig auch in großen Elektronikmärkten angeboten werden. "Wir sind dabei, das zu erschließen", sagte Jargstorf. "Wir brauchen künftig ein dichteres Netz." Pocketbook war auf der Computermesse CeBIT im März mit einer ganzen Palette verschiedener Geräte angetreten. Gebaut werden die E-Reader seit 2010 beim asiatischen Hersteller Foxconn, der auch die iPhones und iPads für Apple produziert. Allerdings: die Pocketbook-Modelle sind größtenteils nur mit einem Schwarz-weiß-Display ausgestattet.

Das Unternehmen koordiniert sein Europa-Geschäft neuerdings vom sächsischen Radebeul bei Dresden aus - mit maximal zehn Mitarbeitern, wie Jargstorf am Donnerstag sagte. Weltweit hat Pocketbook nach eigenen Angaben gut 200 Beschäftigte, etwa die Hälfte davon sind Programmierer. Entwickelt und programmiert wird am Stammsitz des Unternehmens in der Ukraine. Zum Angebot gehört auch ein eigener Internet-Buchladen, aus dem Texte heruntergeladen werden können.

Das angepeilte Wachstum will Pocketbook einerseits mit dem Ausbau des Vertriebsnetzes, andererseits aber auch mit neuen Käuferschichten erreichen. Im Fokus stünden vor allem ältere Menschen sowie Schulen, die das Gerät im Unterricht nutzen könnten, sagte Jargstorf.

(Hayo Lücke)

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