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PocketBook zeigt E-Book-Reader mit Kamera, Texterkennung und mehr

Das PocketBook Ultra soll der starken Konkurrenz von Amazon und Co. mit einer 5-Megapixel-Kamera inklusive Texterkennung Paroli bieten. Zudem liefert der Hersteller auch eine kamerafreie 8-Zoll-Variante.

21.05.2014, 17:16 Uhr
Datenübertragung© envfx / Fotolia.com

Die Zeiten, in denen E-Book-Reader nur zum Lesen gedacht waren, scheinen vorbei zu sein. Das PocketBook Ultra des Herstellers PocketBook bietet diverse Features, die das Gerät von der Konkurrenz abheben sollen.

Kamera mit Texterkennung

Zunächst aber zu den Kernkompetenzen des PocketBook Ultra. Der E-Book-Reader bietet ein 6 Zoll großes beleuchtetes, berührungsempfindliches E-Ink-Display mit einer Auflösung von 1.024x758 Pixeln. Die Pixeldichte gibt der Hersteller mit 212 Pixeln pro Zoll an, also exakt soviel wie Amazons Kindle Paperwhite. Die Maße des Gerätes betragen 162,7 x 106,7 x 7,9 Millimeter bei einem Gewicht von 175 Gramm. Amazons Paperwhite bringt zum Vergleich 206 Gramm auf die Waage.

Ein 1-Gigahertz-Prozessor und 512 Megabyte RAM sorgen dabei für den Antrieb. Als interner Speicher stehen – je nach persönlicher Softwarekonfiguration - bis zu 4 Gigabyte (GB) zur Verfügung, beim Paperwhite sind es 2 GB. Bei Bedarf kann der Speicher mit Hilfe des MicroSD-Slots erweitert werden. WLAN steht nach den Protokollen 802.11 b/g/n bereit. Der Akku mit 1.500 mAh soll bei normaler Nutzung bis zu einem Monat durchhalten.

Als erster E-Book-Reader bietet der PocketBook Ultra eine Kamera. Diese befindet sich auf der Rückseite und löst mit 5-Megapixeln aus und verfügt zudem über einen LED-Blitz sowie einen Autofokus. Neben einfachen Schnappschüssen lassen sich mit Hilfe der Kamera auch Dokumente inklusive Texterkennung scannen und entsprechend weiterverarbeiten. Zudem beherrscht die Software das Lesen von Bar- und QR-Codes. Ein integrierter MP3-Player sowie eine Vorlesefunktion (Text-to-Speech) sind ebenfalls vorhanden.

Zu den bereits erwähnten Features gesellen sich unter anderem ein Browser, ein Kalender, diverse Spiele à la Sudoku, ein Rechner, ein RSS-Newsreader und ein Wörterbuch. Zudem unterstützt das PocketBook-System den Speicherdienst DropBox.

Großer Bruder: PocketBook InkPad mit 8-Zoll-Display

Zwei Nummern größer, nämlich 8-Zoll, fällt das PocketBook InkPad aus. Dafür hat der Hersteller aber auf eine Kamera und somit auch auf eine Scann- und Texterkennungsfunktion verzichtet. Das InkPad zeigt 1.600 x 1.200 Pixel (250 dpi) auf dem kapazitiven Touchscreen. Die Abmessungen betragen 195,5 mm x 162,8 mm x 7,3 mm. Das Gewicht fällt mit 350 Gramm entsprechend höher aus.

Die technischen Daten sind ansonsten mit dem PocketBook Ultra identisch, die stärkere Akkuleistung wird durch den größeren Bildschirm kompensiert. Auf einen MP3-Player, Text-to-Speech, ein Wörterbuch, Spiele sowie eine Dropbox-Anbindung muss der Käufer auch hier nicht verzichten.

Das PocketBook Ultra ist in den Farben Weiß, Smaragdgrün, Dunkelbraun bereits ab Juni zu einem Preis von 169 Euro (UVP) im Handel. Zum gleichem Zeitpunkt steht auch das InkPad für 20 Euro mehr zum Verkauf bereit, hierbei ist die Farbwahl jedoch auf Dunkelbraun begrenzt. Die Geräte sollen in Buchgeschäften sowie auf der Herstellerseite erhältlich sein.

(Marcel Petritz)

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