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Playstation 3: Geschäfte mit ungenutzter Rechenkraft

Sony schmiedet neue Pläne für die Playstation 3. Laut Financial Times Deutschland denkt der Hersteller darüber nach, die ungenutzte Rechenleistung der Konsolen für kommerzielle Zwecke bereitzustellen. Die Besitzer könnten dafür mit kostenlosen Produkten entlohnt werden.

11.04.2007, 18:01 Uhr
Arbeitsplatz© Brad / Fotolia.com

Sony nimmt offenbar kommerzielle Verwendungszwecke für die Playstation 3 ins Visier. Dies berichtete die Financial Times Deutschland (FTD) heute in ihrer Online-Ausgabe. Demnach spreche der Hersteller bereits mit diversen Unternehmen darüber, die ungenutzte Rechenleistung der Konsolen zu bündeln und für Firmen bereitzustellen.
Online zum Supercomputer
Über die Internetverbindung ließen sich zehntausende Konsolen, die nicht im Betrieb sind, zusammenschließen, um gemeinsam an einem Programm zu arbeiten. Mit 10.000 gebündelten PS3s könne die Rechenleistung eines Netzwerks mit 200.000 PCs erreicht werden. Masa Chatani, Technikvorstand bei Sony, äußerte gegenüber der FT, dass sich bereits mehrere Firmen für das neue Verwendungsmodell interessieren. Potentielle Anwender seien beispielsweise junge Unternehmen, die selbst keinen Supercomputer besitzen.
Gratis-Produkte als Anreiz
Zudem überlege Sony, ob Anreize wie kostenlose Produkte nötig seien, um die Playstation-Besitzer dazu zu bringen, die ungenutzte Rechenleistung an Unternehmen abzutreten. Eine Bereitschaft seitens der PS3-Gemeinde scheint jedenfalls vorhanden zu sein. Dem Bericht zufolge nehmen aktuell bereits permanent 11.000 bis 12.000 Konsolen-Besitzer am Projekt Folding@Home der Stanford University teil, das die Zusammensetzung von Proteinzellen untersucht.

(Saskia Brintrup)

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