Jugendmedienschutzgesetz

Pläne für Kinderschutz bei Apps sollen Ende des Jahres vorliegen

Familienministerin Giffey will bis Ende des Jahres einen Vorschlag für ein neues Jugendmedienschutzgesetz vorlegen. Damit sollen Kinder und Jugendliche vor Risiken etwa bei Online-Chats oder In-App-Käufen geschützt werden.

Melanie Zecher, 30.09.2019, 10:44 Uhr (Quelle: DPA)
Kinder mit Smartphone und Tablet© Natallia Vintsik / Fotolia.com

Berlin - Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) will bis zum Jahresende ihre Vorschläge für mehr Schutz von Kindern und Jugendlichen bei Videospielen und Apps vorlegen. Das sagte ein Sprecher des Ministeriums der Deutschen Presse-Agentur. Union und SPD hatten in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart, mit schärferen Regeln, Kinder und Jugendliche besser vor Cybermobbing, sexueller Belästigung und Suchtgefährdung zu schützen. Familienministerin Giffey plant dafür ein entsprechendes Jugendmedienschutzgesetz.

Kostenfalle In-App-Kauf

Unter anderem sollen damit Risiken für Kinder bei Chat-Funktionen in Online-Spielen eingedämmt werden, außerdem geht es um den Schutz vor Kostenfallen bei sogenannten In-App- oder In-Game-Käufen. Dabei können etwa zunächst frei zu beziehende Angebote im Spielverlauf zu Kosten führen. Das geplante Gesetz solle auch mobile und interaktive Social-Media- und Games-Angebote erfassen, wenn diese nicht von Deutschland aus betrieben würden, sagte der Sprecher. Geplant sei, dass Anbieter Vorsorgemaßnahmen treffen müssten. Das könnten zum Beispiel sichere und kindgerechte Voreinstellungen bei Apps und Spielen sein.

Spiele-Anbieter sollen Verantwortung übernehmen

Familienministerin Franziska Giffey hatte am Freitag die Anbieter von Spielen zu mehr Verantwortung aufgerufen. Diese sollten zum Beispiel offenlegen, wenn sogenannte Loot Boxes in einem Spiel enthalten seien, sagte sie laut einer Mitteilung ihres Ministeriums. Loot Boxes sind virtuelle Kisten mit Belohnungen oder Gegenständen, wie Waffen oder Fähigkeiten, die vom Spieler zum Teil nur gegen Bezahlung geöffnet werden können.

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