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Pläne für Elektroschrott-Rückgabe im Handel: vzbv fordert Informationskampagne

Neben den Wertstoffhöfen soll künftig auch der Handel alte Elektro- und Elektronikgeräte annehmen. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) fordert dazu ein umfassendes Informationsprogramm.

01.04.2014, 15:40 Uhr
Laptop© Micha Bednarek / Fotolia.com

Nach Plänen des Bundesumweltministeriums soll neben den Wertstoffhöfen der Kommunen künftig auch der Handel ausgediente Elektro- und Elektronikgeräte annehmen, um die Recycling-Quote zu erhöhen. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) fordert dazu ein umfassendes Informationsprogramm.

Verbraucher müssen informiert werden

Dieses solle nach Ansicht der Verbraucherschützer durch das Umweltbundesamt koordiniert werden und über die Rückgabemöglichkeiten sowie mögliche Gefahrenstoffe in den Geräten aufklären. Wichtige Themen seien auch das Löschen persönlicher Daten sowie der Nutzen einer getrennten Sammlung und Verwertung der Altgeräte.

Der vzbv fordert außerdem, dass sowohl das Entsorgungskonzept als auch die Reparaturfähigkeit, Modularität sowie Nachrüstbarkeit von Elektro- und Elektronikgeräten stärker berücksichtigt werden. Insbesondere Akkus sollten demnach nicht mehr fest eingebaut werden. Die Verbraucher müssten diese selbst austauschen können.

Online-Handel wird ebenfalls einbezogen

Das Bundesumweltministerium sieht in seinem Entwurf zur Neuordnung des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes (ElektroG) vor, dass die Altgeräte in Zukunft nicht nur auf Wertstoffhöfen abgegeben werden können, sondern bei einem Neukauf auch in Geschäften, die mit Elektro- und Elektronikgeräten handeln. Dies gilt auch für den Online-Handel. Zudem sollen alle Elektrogeräte mit einer Kantenlänge von bis zu 25 Zentimetern in größeren Geschäften, die über mehr als 400 Quadratmeter Verkaufsfläche für Elektro- und Elektronikgeräte verfügen, kostenlos ohne Verpflichtungen abgegeben werden können.

Ein Großteil der Verbraucher begrüßt eine zusätzliche Rückgabeoption. Eine im Dezember im Auftrag der Verbraucherschützer durchgeführte Umfrage hatte ergeben, dass 46 Prozent der Befragten Altgeräte generell in den Handel zurückbringen würden. Weitere 12 Prozent würden dies sogar tun, wenn sie dafür ein neues Gerät kaufen müssten. Nur 39 Prozent ziehen den Wertstoffhof prinzipiell vor.

(Peter Giesecke)

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