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Per DSL mit bis zu 1 Gbit/s ins Netz: A1 setzt auf Vectoring-Turbo G.fast

Schon 2012 hatte der österreichische Provider A1 DSL mit 70 Mbit/s vorgestellt, jetzt sind dank des neuen Übertragungsverfahrens "G.fast" theoretisch bis zu 1Gbit/s möglich. Bei dem "weltweit ersten Live-Kunden" will man die Vorzüge von G.fast demonstrieren: Highspeed-Internet lässt sich über bestehende Kupferleitungen realisieren.

09.10.2014, 12:43 Uhr
Paar mit Laptop© Syda Productions / Fotolia.com

Der österreichische Internet-Provider A1 wird laut Online-Bericht der österreichischen Tageszeitung Der Standard in der kommenden Woche zusammen mit Alcatel Lucent den nach eigenen Angaben "weltweit ersten Live-Einsatz" des neuen Breitband-Übertragungsverfahrens "G.fast" bei einem Kunden demonstrieren.

Effiziente Nutzung von Kupferstrecken mit bis zu 1 Gbit/s

Diese Technologie ermöglicht auf bestehenden Kupferleitungen eine zehn bis 20 mal höhere Übertragungsgeschwindigkeit als die derzeit bei A1 für Privatkunden verfügbaren 30 Mbit/s. Unter Laborbedingungen wäre sogar eine Geschwindigkeit von 1 Gbit/s möglich, allerdings nur, wenn die Übertragungsstrecke nicht länger als 100 Meter ist.

Hauptsächlich eingesetzt werden soll die neue Technik bei Fiber-to-the-Building Installationen. Hierbei übernimmt eine Glasfaserstrecke die Übertragung bis ins Haus, die restlichen Meter bis zum Kunden können weiterhin über bestehende Kupferkabel laufen, was Kosten für Umbauten einspart.

DSL-Pionier hofft auf "Breitband-Milliarde"

Mit der Vorstellung der neuen "G.fast"-Technik erhofft sich A1 zudem, seine Chancen auf einen großen Anteil der von der österreichischen Regierung bereitgestellten "Breitband-Milliarde" deutlich zu erhöhen.

Bereits 2012 hatte A1 durch Vectoring eine Geschwindigkeit von 70 Mbit/s erzielen können, was das Unternehmen zu einem der Pioniere im Bereich DSL machte.

(Falko Kuplent)

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