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Peinliche Panne: Telekom muss Produktnamen "Samba" zurückziehen

Die Open-Source-Software "Samba" ist vielen internetaffinen Menschen ein Begriff. Das hinderte die Telekom nicht daran, selbst ein Produkt namens "Samba" auf den Markt zu bringen. Jetzt hat sich das Bonner Unternehmen verpflichtet, den Namen abzuändern.

22.10.2014, 11:46 Uhr
Telekom Zentrale© Deutsche Telekom AG

Ende September hatte die Deutsche Telekom eine neue Sicherheitslösung für Unternehmen vorgestellt: SAMBA! soll Firmen-Apps auf Smartphones der Mitarbeiter absichern. Der Produktname SAMBA! ist die Abkürzung für "Safe Mobile Business Apps". Die Kurzbezeichnung brachte dem Bonner Konzern nun Ärger: Laut Heise online muss die Telekom den Namen für ihr neues Produkt ändern. Den Namen SAMBA trägt nämlich seit mehr als 20 Jahren eine sehr populäre Open-Source-Software, die Windows-Serverfunktionen auf Nicht-Windows-Servern bereitstellt.

Verwunderung und Unterlassung

Der Inhaber der Samba-Markenrechte für Deutschland, die SerNet GmbH zeigte sich erstaunt "dass ausgerechnet der Deutschen Telekom AG ein solcher Fauxpas unterläuft", da das Unternehmen normalerweise sehr auf Einhaltung von Markenrechten achtet. Open-Source sei schließlich rechtlich genauso geschützt wie Software mit nicht offen gelegtem Quellcode.

Die Telekom hat nun eine Unterlassungserklärung unterschrieben, in der sie sich verpflichtet, innerhalb von sechs Monaten einen neuen Produktnamen zu suchen.

(Falko Kuplent)

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