Security

PC-Nutzer in Deutschland seltener Ziel von Angriffen

Microsoft hat seinen 8. "Security Intelligence Report" veröffentlicht und herausgefunden, dass PCs in Deutschland immer seltener Ziel von Angriffen sind. Bei neueren Betriebssystem hatten die Microsoft-Antimalware-Produkte weniger zu tun als bei älteren.

27.04.2010, 11:16 Uhr (Quelle: DPA)
Laptop© Micha Bednarek / Fotolia.com

Computernutzer in Deutschland werden immer seltener zur Zielscheibe von Online-Kriminellen. Lediglich 0,22 Prozent der PCs in Deutschland sind einer aktuellen Studie zufolge im zweiten Halbjahr 2009 von Schadsoftware wie Viren oder Trojanern befallen worden. Damit liegt Deutschland deutlich unter dem weltweiten Schnitt von 0,7 Prozent. Der Wert sei damit zum dritten Mal in Folge gesunken, teilte Microsoft am Montag mit.

Nutzer sollten häufiger updaten

Der sicherste Schutz vor Angriffen sei neben einem "gesunden Misstrauen" und aktueller Antiviren-Software, sein Computersystem auf dem neuesten Stand zu halten, sagte Tom Köhler von Microsoft Deutschland. Eines der größten Sicherheitsrisiken bleibe nach wie vor der Mensch am Computer. Die Studie zeige, dass die Gefahr, Unternehmensdaten durch menschliches Versagen zu verlieren, doppelt so hoch sei wie im Falle eines Hackerangriffs.

Interessant ist die Staffelung nach Betriebssystemen. Je neuer das OS, desto seltener haben Bereinigungen stattgefunden. So schnitten Vista und Windows 7 deutlich besser ab als Windows XP, wobei insbesondere Windows XP SP1 negativ auffällt.

Das Entfernen von Pseudo-Virenscannern, die sich für echte Anti-Malware-Produkte ausgeben, jedoch nur Geld abgreifen möchten, hat dem Report zufolge vom zweiten Halbjahr des vergangenen Jahres ausgehend um 46,5 Prozent zugenommen. Die größte Gefahr gehe in Deutschland weiter von Trojanern aus, die trotz des Rückgangs der Attacken um 26 Prozent noch immer 373.861 Computer befallen haben. Auch die Zahl der Angriffe durch Software, die sich selbst herunterlädt, habe sich mehr als verdoppelt. Die Zahl der Angriffe durch Schadsoftware, die gezielt Sicherheitslücken ausnutzt, habe sich verdreifacht - auf 33.116 Fälle.

Zweimal im Jahr erhebt der Softwarekonzern in seiner Sicherheitsstudie "Security Intelligence Report" Daten zur aktuellen Gefahrenlage. Danach gehen Online-Kriminelle seit Jahren immer professioneller vor.

(Saskia Brintrup)

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