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Paysmart: Die Post entdeckt Mobiles Bezahlen

Auf der Suche nach neuen Marktchancen ist die Deutsche Post auf den Wachstumsmarkt "Mobiles Bezahlen" gestoßen. Und hat den Bezahldienst Paysmart gestartet- In Kürze soll er deutschlandweit verfügbar sein.

10.03.2014, 16:16 Uhr (Quelle: DPA)
Smartphone© goodluz / Fotolia.com

Handy-Bezahldienste gelten als vielversprechender Zukunftsmarkt, auch wenn sie sich hierzulande noch nicht so recht durchsetzen wollen. Die Deutsche Post setzt darauf, dass die Deutschen wie beim Internet-Shopping ihre Berührungsängste bald verlieren und würde sich gern ein Stück Kuchen sichern: Der Bonner Logistik-Riese kündigte am Montag Paysmart an. Das System ist nicht in die Kasse integriert, somit kann jeder Händler es nutzen, ohne technisch aufzurüsten, so die Deutsche Post.

iPhone-Nutzer müssen noch draußen bleiben

Android-Nutzer können sich die Paysmart-App bereits im Google Playstore herunterladen, iPhone-Fans müssen sich noch "ein paar Tage" gedulden, so die Deutsche Post gegenüber der Redaktion.

Aktuell ist der Dienst im Raum Köln/Bonn verfügbar, vor allem im Umkreis der Rheinischen Fachhochschule. Im Laufe des Jahres soll der Dienst bundesweit verfügbar sein, vor allem in Ballungsräumen.

Welche Anbieter bereits mitmachen, erfahren die Nutzer über die App, durch ein QR-Symbol im Schaufenster und auf der Facebook-Seite von Paysmart. Unter anderem sollen 50 Taxis das System akzeptieren. Wer die Taxinummer anruft, kann auf Paysmart-Zahlung hinweisen, damit ihm ein entsprechender Wagen zugeschickt wird.

Und so funktioniert's: Der Kunde lädt zunächst die kostenlose App aufs Smartphone. Im Laden oder beim Taxifahrer gibt er zum Bezahlen seine PIN in der App ein, scannt dann einen QR-Code, der im Geschäft angebracht ist, um Laden und Kasse zu identifizieren. Anschließend wird noch eine vom Händler genannte TAN-Zahl erfasst nebst Geldbetrag.


Nicht nur für Gastronomen interessant: Wahlweise kann der Kunde auch ein Trinkgeld spendieren. Das Geld wird dann per Lastschriftverfahren abgebucht und der Nutzer sieht eine Quittung auf dem Display, die er dem Händler vorzeigt.

Für die Kunden ist Paysmart kostenlos. Händler zahlen 1,75 Prozent auf den Zahlbetrag plus 5 Cent pro Transaktion. Bei einem Zahlbetrag von 10 Euro liegt die Gebühr also bei 23 Cent, so die Deutsche Post auf Redaktionsanfrage.

Das System wurde von der Software-Firma Valuephone entwickelt, die im vergangenen Jahr bereits das Bezahlen per Smartphone für Edeka organisiert hatte. Die Deutsche Post betont, höchste Datensicherheit sei gewährleistet.

(Dorothee Monreal)

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