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PayPal: Wikileaks bekommt Spendengelder doch

Die Anhänger der Enthüllungsplattform Wikileaks können im Streit mit Paypal, Mastercard und Visa einen Etappensieg feiern: Das Online-Zahlungssystem Paypal gibt gesperrte Spenden an Wikileaks frei. Auch Flattr sieht keinen Grund, Wikileaks-Spenden einzufrieren.

09.12.2010, 11:22 Uhr (Quelle: DPA)
Internetnutzung© adam36 / Fotolia.com

Der Online-Zahlungsdienst PayPal hat nach massiven Protesten der Wikileaks-Anhänger beschlossen, eingefrorene Spenden an die Enthüllungsplattform auszuzahlen.

PayPal knickt ein

PayPal-Justiziar John Muller erklärte im Firmenblog: "Wir verstehen, dass die Entscheidung von PayPal zum Gegenstand einer größeren Geschichte geworden ist, bei der es rund um die Aktivitäten von Wikileaks auch um politische und juristische Debatten und um die Meinungsfreiheit geht." Das Spendenkonto sei allein wegen der Verletzung der Geschäftsbedingungen gesperrt worden. Grundlage sei ein Brief des US-Außenministeriums an Wikileaks, wonach das Internet-Projekt im Besitz von Dokumenten sein könnte, die unter Verletzung von US-Gesetzen beschafft worden seien.

Die zu den wichtigsten Spendensammlern von Wikileaks zählende Wau- Holland-Stiftung will nach eigenen Angaben rechtlich gegen die unangekündigte Sperrung ihres Kontos bei PayPal vorgehen. Die Stiftung bezifferte die Höhe der zeitweise eingefrorenen Spenden auf rund 10.000 Euro.

Flattr setzt Spenden an Wikileaks nicht aus

Der in Schweden ansässige Online-Zahlungsdienst Flattr teilte am Donnerstag mit, dass er weiter Spenden an Wikileaks überweisen werde. Solange es kein Gericht gebe, das die Aktivitäten von Wikileaks für illegal erkläre, werde man die Spenden der Flattr-Nutzer weiterreichen, sagte Vorstandschef Linus Olsson der Zeitung "Sydsvenskan". Mit Flattr können Internet-Nutzer auch kleine Beträge an Web-Projekte spenden.

(Hayo Lücke)

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