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Paypal fordert härteres Vorgehen gegen Phisher

Paypal hat sich für eine strengere Gesetzgebung in den USA gegen so genannte Phisher ausgesprochen. Die bekanntesten Webhoster wären bei der Bekämpfung von Phishing-Attacken oft die langsamsten, sagte ein Paypal-Berater auf dem Kongreß e-Crime.

08.04.2007, 09:03 Uhr
Browser© Diego Cervo / Fotolia.com

Der Online-Bezahldienst Paypal hat scharfe Kritik an den Webhostern geübt. Es müsse deutlich mehr für die Bekämpfung von so genannten Phishing-Attacken getan werden, sagte ein Vertreter am Rande eines Kongresses.
Strengere Gesetze angemahnt
Einige der bekanntesten Hoster wären in diesen Punkten die langsamsten, sagte Paypal-Berater Joseph Sullivan auf dem Kongreß e-Crime 2007 in der vergangenen Woche. Bei einer schnelleren Abschaltung von Phishing-Seiten, die beispielsweise Benutzernamen und Paßwörter für Online-Baking-Zugänge ausspionieren, würde ein deutlich geringer Schaden angerichtet.
Sullivan fordert ein grundsätzliches Umdenken bei der amerikanischen Gesetzgebung. Diese gesteht Webhostern zwar Maßnahmen gegen Phisher zu, ohne die betreffenden Personen aber zur Verantwortung zu ziehen. Die "Samariter-Gesetze" in den USA sollten durch die strengeren europäischen Richtlinien ersetzt werden. Zusätzlich mahnte er effektivere Maßnahmen im Kampf gegen die Daten-Spione an. Oft würden solche Attacken während des Wochenendes ausgeführt, wenn die Techniker vor Ort in der Regel nicht oder nur in einer Notbesetzung im Dienst sind. So wird eine Identifizierung der Phisher deutlich erschwert.

(Stefan Hagedorn)

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