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Payback entwickelt eigenes Bezahlsystem fürs Handy (Korrektur)

Nach zahlreichen Anbietern von Bezahlsystemen, die sich an einer Wallet-Lösung versuchen, will nun auch der Bonus-Karten-Herausgeber Payback mobiles Bezahlen anbieten.

03.11.2014, 15:31 Uhr
SMS schreiben© Andres Rodriguez / Fotolia.com

Wenn mit dem Smartphone an der Ladenkasse bezahlt wird, soll nicht nur das Bargeld ersetzt werden, sondern auch die Sammlung an Kunden- und Rabattkarten, die in den Portemonnaies stecken. Zahlreiche Anbieter von Bezahlsystemen versuchen sich an solchen Wallets, mit Payback jetzt auch der Anbieter einer Bonus-Karte.

Zeitpunkt für den Start noch unklar

Payback-Chef Dominik Dommick im Interview mit der WirtschaftWoche (WiWo): "Mobile Payment schafft alleine nicht genug Mehrwert. Der Kunde hat erst etwas davon, wenn verschiedene Vorgänge digitalisiert werden: vom Zeigen der Treue-Karte bis zum Bezahlen".

Wann sich mit der Payback-App auf dem Smartphone im Laden bezahlen lässt, ist jedoch noch unklar. Dort sind zwar schon die ersten Systeme für mobiles und kontaktloses Bezahlen per Karte oder Smartphone installiert; einen Standard, der sich von allen nutzen lässt, gibt es aber nicht. Der Payback-Chef geht davon aus, dass sich kein einzelnes System durchsetzen wird - auch nicht das viel beachtete Apple Pay. Stattdessen rechnet er mit drei oder vier Standards.

Große Konkurrenz

Bereits jetzt tummeln sich viele Anbieter im Markt: VISA, Mastercard und die Banken statten ihre Kredit- bzw. EC-Karten mit NFC-Chips aus. Die Internet-Unternehmen Apple, Google, Amazon und Paypal, die bereits über die Kontoinformationen ihrer Kunden verfügen, versuchen eigene Lösungen per Smarpthone-App zu etablieren. Anbieter wie Valuephone und Yapital bieten Terminal-Systeme an, die auf die Händler zugeschnitten sind.

Eine reine Bonus-Karte ist aber auch Payback nicht mehr. Das Unternehmen gehört mittlerweile zum Kreditkarten-Anbieter American Express und expandiert in Europa. "Wir haben inzwischen in Deutschland mehr als 24 Millionen aktive Nutzer, vier Millionen mehr als im Vorjahr", so Paypal-Chef Dommick.

Korrektur vom 5. November

In der ersten Version dieser Meldung haben wir irrtümlich den Eindruck erweckt, dass das neue Bezahlsystem von Payback bereits fertiggestellt und einsatzbereit sei. Payback-Chef Dommick haben wir mit dem Worten zitiert: "Wir selbst könnten es technisch sofort anbieten, aber die meisten Kassen der Partnerunternehmen können noch keine Smartphones scannen." Seine Aussage bezog sich aber lediglich darauf, dass die Bonuskarte von Payback sofort durch eine App ersetzt werden könnte. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

(Peter Giesecke)

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