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Paukenschlag: Tele Columbus übernimmt primacom

Tele Columbus, drittgrößter deutscher Kabelnetzbetreiber, übernimmt primacom, die Nummer Vier auf dem Markt. Der Kaufpreis liegt bei 711 Millionen Euro.

16.07.2015, 09:11 Uhr (Quelle: DPA)
Paar mit Laptop© Syda Productions / Fotolia.com

Der drittgrößte deutsche Kabelnetzbetreiber Tele Columbus (www.telecolumbus.de Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können.
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) kauft den kleineren Leipziger Rivalen primacom (www.primacom.de). Vor Berücksichtigung von Barbeständen und Verbindlichkeiten liege der Kaufpreis bei 711 Millionen Euro, teilte Tele Columbus am frühen Donnerstagmorgen mit.

Tele Columbus baut Position als Nummer 3 aus

"Dies ist eine zukunftsweisende Transaktion für Tele Columbus, mit der wir unsere Position als Nummer 3 im deutschen Kabelmarkt weiter ausbauen und einen starken Marktakteur schaffen", sagte Tele Columbus-Vorstandschef Ronny Verhelst. Die Einführung neuer Produkte und technologischer Innovationen könne nun noch schneller erfolgen. Der Vollzug des Geschäfts wird den Angaben nach für den 31. Juli erwartet. Nach Angaben von Tele Colubus bedarf die Transaktion keiner aufsichtsbehördlichen Genehmigung und unterliegt nicht der Fusionskontrolle.

Das zusammengeschlossene Unternehmen kommt auf insgesamt 2,8 Millionen angeschlossene Haushalte. Bei Tele Columbus und PrimaCom sind jeweils 56 Prozent beziehungsweise 57 Prozent der angeschlossenen Haushalte voll rückkanalfähig aufgerüstet und werden mit eigenen Signalen über ein unabhängiges Netz versorgt.

Kerngebiet des Unternehmens mit Sitz in Berlin ist Ostdeutschland, aber auch in einigen westdeutschen Gegenden ist Tele Columbus vertreten. Die Netze der beiden Partner ergänzten sich, hieß es. Beide zielen stark auf große Wohnungsgesellschaften. Kabelfernsehnetze gelten auch als Grundgerüst für schnelle Internet-Breitbandverbindungen. Für datenintensive Anwendungen wie Videostreaming werden immer schnellere Netze benötigt. Die Kabelnetz-Betreiber konkurrieren dabei mit Telekom-Anbietern. Erst am Mittwoch hatte primacom mitgeteilt, dass erste Netze fit für Internet mit 500 Mbit/s gemacht werden.

(Jörg Schamberg)

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