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paper.li: Eigene Twitter-Zeitung jetzt auf deutsch

Mit dem kostenlosen Service paper.li können Nutzer von Twitter oder Facebook mit wenigen Klicks ihre eigene persönliche Online-Zeitung erstellen. Die Zeitungen sind auch für Internetnutzer ohne Twitter- und Facebook-Konto zugänglich.

14.11.2010, 09:01 Uhr
Internetnutzung© adam36 / Fotolia.com

In Kürze präsentiert sich der Kurznachrichtendienst Twitter in neuem Design, auf Wunsch steht den Nutzern schon jetzt in ihrem Account eine Vorschau auf die neue Benutzeroberfläche zur Verfügung. Einen anderen Weg, die über Twitter verschickten Meldungen zu präsentieren, geht der kostenlose Service http://paper.li des schweizerischen Startup-Unternehmens Smallrivers.com. Tweets lassen sich über paper.li wie eine Tageszeitung lesen, ab sofort ist der Service neben einer englischen und französischen Version auch auf Deutsch verfügbar.

Individuelle Twitter Online-Zeitung

Jeder Twitter-Nutzer kann sich kostenlos mit wenigen Klicks seine eigene Online-Zeitung erstellen. Die individuelle Zeitung basiert auf den Links von Twitterern, denen der Benutzer selbst folgt. Angezeigt werden auch Fotos und Videos aus Quellen wie Flickr und YouTube. Zur Erstellung einer Twitter-Zeitung muss der Nutzer sich mit seinen Twitter-Zugangsdaten oder seinen Facebook-Zugangsdaten auf paper.li einloggen. Damit gibt der Anwender die Zustimmung, dass der Service die Tweets und die Follower-Liste aus dem eigenen Twitter-Zugang auslesen kann und die Inhalte von Tweets für die Erstellung der Online-Zeitung verwenden kann. Außerdem stimmen Nutzer zu, dass paper.li in ihrem Namen Tweets erstellen kann. Das bezieht sich allerdings nur auf die Option, die eigene Zeitung über Twitter zu promoten. Paper.li sendet dann ein Tweet, dass eine neue Ausgabe der Zeitung vorliegt. Diese Funktion ist auch deaktivierbar. In den Zeitungseinstellungen im Menü "My paper.li" lassen sich zudem der Titel editieren und die Erscheinungsweise sowie die bevorzugte Aktualisierungszeit der Zeitung angeben. Bestehende Online-Journale können in diesem Menü auch wieder gelöscht werden.

Inhalte werden nach Rubriken geordnet

Eine Zeitung lässt sich zu jedem Twitter-Nutzer, zu Listen oder Schlüsselwörtern erstellen. Die veröffentlichten Zeitungen verfügen über thematisch passende Rubriken wie zum Beispiel Schlagzeilen, Technologie, Sport oder Wirtschaft. Außerdem wird jede Online-Publikation automatisch archiviert und ist für jeden zugänglich - auch für Personen ohne Twitter-Account. Nach Unternehmensangaben entstanden über den im Sommer zunächst in den USA und England gestarteten Service innerhalb weniger Wochen über 90.000 "Online-Tageszeitungen".

Wer paper.li selber ausprobieren möchte, sollte darauf achten, welchen Twitterern er folgt. Falls diese unliebsame Inhalte in ihren Tweets posten, tauchen diese auch in der paper.li-Zeitung auf. Der Service bietet aber per Mouse-Over-Funktion an, solchen Twitter-Nutzern die "Gefolgschaft" aufzukündigen. Einen ähnlichen Dienst wie paper.li bietet auch The Twitter Tim.es an, die Erstellung einer Zeitung benötigt hier allerdings erheblich mehr Zeit.

(Jörg Schamberg)

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