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Paketdienst DPD verspricht: In diesen 30 Minuten liefern wir

Der Paketdienst DPD will in Zukunft Pakete in einem Zeitfenster von 30 Minuten zustellen und dem Empfänger die Möglichkeit geben, noch kurzfristig darauf zu reagieren.

23.07.2014, 13:46 Uhr
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Der Paketdienst DPD will in Zukunft Pakete in einem Zeitfenster von 30 Minuten zustellen und dem Empfänger die Möglichkeit geben, noch kurzfristig darauf zu reagieren. Dies sagte DPD-Chef Boris Winkelmann dem Handelsblatt.

Sendungsverfolgung per Stadtkarte

Voraussetzung dafür ist das neue Informationssystem "Predict", das mehrere Millionen Euro kostete und am Mittwoch in Betrieb genommen wurde. Es bietet dem Kunden wesentlich mehr als die bisherige Sendungsverfolgung.

Auf einer Karte lässt sich verfolgen, wo sich der Paketwagen gerade befindet. Wer genug Zeit hat, kann in Ruhe beobachten, wie sich die erwartete Sendung dem eigenen Haus nähert.

Noch 5 Minuten vor Lieferung Paket umleiten

Wer es jedoch nicht rechtzeitig nach Hause schafft oder das Haus plötzlich verlassen muss, kann auch kurzfristig noch reagieren. Bis fünf Minuten vor der angekündigten Zustellung, so der Bericht, lässt sich dem Fahrer noch eine Anweisung geben. Das Paket kann zum Nachbarn, ins Büro oder zum Paketshop umgleitet werden. Es lässt sich auch der Zustelltermin auf später verschieben.

Auch wenn das neue IT-System solche Möglichkeiten schafft, ob diese in der Praxis immer genutzt werden können, wird sich erst noch zeigen müssen - wenn zum Beispiel das Büro am anderen Ende der Stadt liegt oder die Zustellung um eine Stunde verschoben werden soll, dies aber die einzige Lieferung für dieses Dorf war.

Alternative: Paketbox vor der Tür

Die Paketdienste stehen unter einem immer größeren Druck, die Pakete bereits im ersten Versuch zuzustellen, denn nur dann verdienen sie daran. Die Deutsche Post bietet deshalb auch die Möglichkeit, einen DHL-Paketkasten vor das Haus zu stellen. Volvo macht das Auto sogar zur Paketstation.

Der Paketdienst DPD gehört zum französischen Unternehmen La Poste und war bisher vor allem für Geschäftskunden unterwegs. Das Geschäft mit Privatkunden soll sich aber bis 2018 auf 15 Prozent verdoppeln, so Winkelmann im Handelsblatt.

(Peter Giesecke)

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