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PaketButler: Telekom entwickelt eigene Paket-Box - Lösung für Mehrfamilienhäuser?

Die Telekom hat mit dem PaketButler eine neue Lösung vorgestellt, wie ein Paket angenommen werden kann, wenn der Empfänger nicht zuhause ist.

10.09.2014, 15:31 Uhr
Telekom Zentrale© Deutsche Telekom AG

Ein altes Problem ist nach wie vor nicht optimal gelöst: Wie kann ein Paket angenommen werden, wenn der Empfänger nicht zuhause ist? Es gibt Paketshops, Packstationen, Paketboxen im Vorgarten, Autos in der Tiefgarage und den guten alten Nachbarn. Die Telekom hat mit dem PaketButler nun eine neue Lösung vorgestellt.

An der Wohnungstür befestigen

Der PaketButler wird an der Wohnungstür befestigt. Anscheinend führt ein Teil unter der Tür hindurch ins Innere der Wohnung und verhindert so, dass der PaketButler weggetragen werden kann. Die Box selbst lässt sich vom Zusteller nur mit einem speziellen Chip öffnen.

Die Seiten bestehen aus einem faltbaren Stoff, sodass der PaketButler in der Wohnung nur wenig Platz wegnimmmt, aber vor der Tür auch große Pakete aufnehmen kann. Wie leicht oder schwer sich der Stoff mit einem Messer aufschlitzen lässt, muss sich jedoch erst noch zeigen.

Retouren abholen

Ein Problem löst der PaketButler allerdings nicht. Offensichtlich ist er für Wohnungstüren in Mehrfamilienhäusern gedacht und nicht für die Haustür eines Einfamilienhauses. Wenn dann ein Nachbar den Zusteller ins Haus lassen muss, warum nimmt dieser dann nicht auch gleich das Paket an?

Der PaketButler ist vor allem aber auch eine Erleichterung für die beteiligten Unternehmen. Jede Anfahrt kostet Geld. Ab dem zweiten Zustellversuch wird nichts mehr daran verdient. Ein noch größeres Problem sind aber die Retouren. Auch die können im PaketButler abgelegt und deren Abholung bei DHL beauftragt werden.

Mit Zalando-Kunden testen

Getestet wird der PaketButler deshalb Anfang 2015 auch mit 200 Zalando-Kunden in Berlin. Es gibt eine Spezies von Onlineshoppern, die sich im Wochentakt Klamotten in mehreren Größen bestellen und alle, die nicht passen, umgehend wieder zurückschicken. Der Paketmann könnte dann also gleichzeitig bringen und abholen.

Die Deutsche Telekom hat den PaketButler gemeinsam mit feldsechs und DHL entwickelt. Die Telekom agiert als Provider, Lizenzgeber und Partner des PaketButlers. Produziert und vermarktet wird der PaketButler von der feldsechs service Gesellschaft mbH.

(Peter Giesecke)

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