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Paid-Content aus der Slowakei: Stark im Verbund

Seit Jahren suchen Zeitungen und Verlage nach Wegen, um mit ihren Angeboten im Internet Geld zu verdienen. Slowakische Medien haben mit ihrem Bezahlmodell seit April 2011 so gute Erfahrungen gemacht, dass sie es nun exportieren wollen.

07.01.2012, 16:31 Uhr (Quelle: DPA)
Datenverkehr© Julien Eichinger / Fotolia.com

Seit Jahren suchen Zeitungen und Verlage nach Wegen, um mit ihren Angeboten im Internet Geld zu verdienen. Slowakische Medien haben mit ihrem Bezahlmodell seit April 2011 so gute Erfahrungen gemacht, dass sie es nun exportieren wollen. Kommende Woche will "Pianomedia" den offiziellen Start seines Erfolgsrezepts in einem zweiten Land bekanntgeben.

Alle großen Zeitungen sind am Start

Das Besondere an dem in der Slowakei entwickelten Modell "Pianomedia" ist, dass nicht eine Zeitung allein als Einzelkämpfer auftritt, sondern mehrere gemeinsam. Die prominentesten Qualitätszeitungen des Landes sind alle dabei. Auch auf dem künftigen zweiten Markt werden die dortigen Flaggschiffe unter den Tageszeitungen mit an Bord sein, heißt es.

Für die Leser bedeutet das Modell in der Praxis: Wer einmal bei Piano bezahlt, hat für die Dauer des Abonnements Zutritt zu den kostenpflichtigen Inhalten aller beteiligten Zeitungen. Was die Zeitungen im Internet nur mehr gegen Bezahlung zur Verfügung stellen, entscheiden sie selbst. Die meisten lassen die Ereignismeldungen kostenfrei und stellen Kommentare sowie verschiedene Serviceinformationen in den kostenpflichtigen Teil.

Abgerechnet wird unter den Medien nach der Intensität der Internetnutzung, also je nach Verweildauer der Leser auf den jeweiligen Seiten.

(Hayo Lücke)

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