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Oscar-Juroren sind die Raubkopierer - keine DVDs mehr

02.10.2003, 16:05 Uhr
Internet© Daniel Fleck / Fotolia.com

Die amerikanische Filmindustrie will zukünftig der Oscar-Jury keine Vorab-DVDs von Filmen, die zur Bewertung anstehen, zukommen lassen.
DVD-Kopien
Grund ist die schnelle Verbreitung von Vorab-DVDs in Asien und über das Internet. Offenbar gibt es unter den Juroren eine undichte Stelle, denn die meisten ausgeteilten Filme sind kurze Zeit später in Asien und über das Internet als DVD-Kopie beziehbar.
Bestes Beispiel für die ungewollten DVD-Kopien ist der Herr der Ringe. Dank der Ausgabe von Vorschau-DVDs an die 5.600 Mitglieder der Oscar-Jury konnten sich kurze Zeit später tausende eDonkey-Nutzer den zweiten Teil problemlos und frühzeitig beschaffen - in bester DVD-Qualität.
Hochsicherheit bei Kinovorstellungen
Die Alternative zu Vorab-DVDs stellen gesicherte Kinovorführen dar. Bei diesen Oscar-Vorführungen sollen die Juroren vor dem Betreten des Kinos strengstens untersucht wurden, damit sie keinen Camcorder einschmuggeln können.
Zudem möchte die Industrie allgemein weniger Preview-Vorstellungen demnächst startender Filme anbieten, um Screener zu vermeiden. Für eine wirksame Bekämpfung von Filmkopien wäre allerdings ein gleichzeitiger Kinostart in allen Ländern sehr vorteilhaft, denn bei vielen Filmen, die in den USA früher anlaufen als in Europa, gibt es bereits vor dem EU-Kinostart erste Kopien im Netz (teilweise digital von den Filmrollen abgetastet) - und das ist sicherlich ebenfalls nicht im Sinne der Filmindustrie.

(Alexander Moritz)

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