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Ordnungsgeld gegen Pornosperren-Initiator

Die Kirchberg Logistik GmbH, bekannt geworden durch die erwirkte YouPorn-Sperre bei Arcor, hat eine Niederlage vor Gericht einstecken müssen. Das Unternehmen gestattete Minderjährigen den Zugriff auf eigene Erotikangebote und muss nun ein Ordnungsgeld zahlen.

27.11.2007, 10:30 Uhr
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"Erotik direkt und fair". Unter diesem Motto bewirbt die Kirchberg Logistik GmbH unter www.sexyfilms.de ihr kommerzielles Erotikangebot. Offensichtlich hat das Unternehmen mit Sitz in Hannover diesen Slogan aber etwas zu wörtlich genommen und Minderjährigen trotz Verbot Zugang zu dem Sexportal gewährt. Das hatte jetzt zur Folge, dass das Landgericht Hannover die Betreiber zur Zahlung eines Ordnungsgeldes verurteilte (Az.: 327 O 389/07).
Anordnung missachtet
Schon im September dieses Jahres hatte das Landgericht Hamburg Kirchberg Logistik dazu verurteilt, die Verbreitung von Pornografie im Internet an Minderjährige zu unterlassen. Trotzdem konnten Minderjährige weiterhin Erotikinhalte abrufen. Dies missfiel den Richtern am Landgericht Hamburg. Auf Antrag von CyberMaxx verhängte es ein Ordnungsgeld, um Kirchberg Logistik - so wörtlich - "nunmehr zur vollumfänglichen Beachtung des Verbotes anzuhalten".
Wer anderen eine Grube gräbt…
CyberMaxx gilt als verantwortlich für Support und Administration der Interseite privatamateure.com. Das Portal war von einer auf Antrag von Kirchberg Logistik ergangenen Pornoseitensperre beim Internetprovider Arcor betroffen. Bereits im Mai dieses Jahres erwirkte Kirchberg Logistik gegen CyberMaxx eine einstweilige Verfügung, die das Ziel hatte, die Verbreitung von pornografischen Bildern und Filmen unter privatamateure.com zu verhindern. Der Konter von CyberMaxx ließ allerdings nicht lange auf sich warten. Im Juni monierte das Pulheimer Unternehmen seinerseits über eine einstweilige Verfügung einen nicht ausreichenden Jugendschutz unter www.sexyfilms.de.
CyberMaxx hat inzwischen nach eigenen Angaben "ergänzende Maßnahmen" gegen Kirchberg Logistik eingeleitet. Das letzte Urteil im Pornostreit ist also wohl noch lange nicht gesprochen.

(Hayo Lücke)

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