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Opfer von Busunglück verspottet - 500 Studenten greifen Twitter-Nutzer an

Bei einem Busunglück in Kolumbien sind am Wochenende 31 Kinder ums Leben gekommen. Ein 18 Jahre alter Jurastudent machte sich per Twitter über die Opfer lustig. Nach Ermittlung seiner Identität musste die Polizei ihn vor über 500 aufgebrachten Studenten schützen.

22.05.2014, 09:01 Uhr (Quelle: DPA)
Welt© Julien Eichinger / Fotolia.com

Mehr als 500 kolumbianische Studenten sind auf einen Twitter-Nutzer losgegangen, der sich auf dem Kurznachrichtendienst über die Opfer eines Busunglücks lustig gemacht haben soll. Es handelte sich um einen 18 Jahre alten Jurastudenten, wie die Zeitung "El Tiempo" am Mittwoch berichtete.

Polizei musste Twitterer schützen

31 Kinder waren bei dem Brand des Busses in Nordkolumbien am vergangenen Sonntag ums Leben gekommen. Die Zahl der Toten wurde nach unten korrigiert, da versehentlich zwei Opfer eines anderen Unfalls hinzugezählt worden waren.

Der Student twitterte nach Angaben der Zeitung unter anderem Aussagen wie "Warum haben sie das teure Benzin für die Küstenbewohner verschwendet". Die Tweets riefen viele wütende Nutzer auf den Plan. Über den Twitter-Account und einen Aufruf in Facebook ermittelten sie die Identität des 18-Jährigen und suchten ihn in seiner Universität in Ibagué, 140 Kilometer westlich von Bogotá, auf. Die Polizei musste den jungen Mann schützen, am Mittwoch entschuldigte er sich. Der Account wurde mittlerweile von Twitter gelöscht.

(Jörg Schamberg)

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