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Opera: Mobiles Internet wächst um 51 Prozent

In Deutschland besuchte jeder Nutzer des Handy-Browsers Opera Mini im Januar durchschnittlich 113 Webseiten. Weltweit erzielt das mobile Web vor allem in Entwicklungsländern hohe Wachstumsraten.

25.02.2009, 15:16 Uhr
Arbeitsplatz© Brad / Fotolia.com

Das Internet ist längst mobil geworden. Per Handybrowser oder auf dem Notebook ist der Zugriff auch von unterwegs komfortabel möglich. Der norwegische Browserhersteller Opera, der mit Opera Mini auch eine spezielle Browser-Software für Handys anbietet, hat in seinem monatlichen Bericht zur Entwicklung des mobilen Webs nun Zahlen für den Monat Januar vorgelegt. Als Basis für die Studie dienten die inzwischen auf rund 20 Millionen angewachsenen Nutzer von Opera Mini.
Starke Datenkomprimierung
Weltweit riefen die Anwender des Handybrowsers im ersten Monat des Jahres 2009 7,6 Milliarden Webseiten auf, 18 Prozent mehr im Vergleich zum Vorjahr. Obwohl die Daten für den Empfang auf Mobilfunktelefonen im Durchschnitt um rund 90 Prozent komprimiert werden, generierten die Opera Mini Anwender 122 Millionen Megabyte an Datenvolumen durch die mobile Internetnutzung. Ohne Komprimierung hätten die Opera Mini Server mehr als ein Petabyte an Daten verarbeiten müssen.
Entwicklungsländer mit großem Wachstum beim mobilen Internet
Das größte Wachstum bei der Nutzung des mobilen Internets verzeichneten im Vergleich eher weniger entwickelte Länder: Armenien verbuchte ein Wachstum von 2800 Prozent, Nigeria kam auf 1854 Prozent. Auch Ägypten, die Philippinen und Kasachstan konnten ein weit überdurchschnittlichen Anstieg der mobilen Internetnutzung verbuchen. Armenien hatte auch die aktivsten Handy-Surfer: durchschnittlich 669 Seiten wurden von jedem Nutzer aufgerufen. Da in diesen Ländern Computer eher weniger verbreitet sind als Handys, erfolgt die Internetnutzung bevorzugt auch über Mobilfunktelefone.
Stabiles Wachstum in Deutschland: Google bleibt meist genutzte Seite
Die mobile Web Nutzung in Deutschland stieg im Januar laut Opera um 51 Prozent im Vergleich zum gleichen Monat des vergangenen Jahres an. Im Durchschnitt rief jeder Nutzer dabei im Januar 113 Internetseiten über sein Handydisplay auf. Deutschland landete beim Vergleich der Länder mit der größten Opera Mini Nutzerschaft auf Platz zehn. Die meisten Anwender gab es in Russland, Indonesien und in der Ukraine.
Beim Blick auf die Inhalte, die die mobilen Surfer in Deutschland besonders häufig aufgerufen haben, konnte sich die Suchmaschine google.com an der Spitzenposition behaupten. Konkurrent Yahoo rutschte dagegen vom zweiten auf den achten Platz ab. An zweiter Stelle ist nun die Online-Enzyklopädie Wikipedia getreten, gefolgt von der mobilen Version des sozialen Netzwerkes StudiVZ.

(Jörg Schamberg)

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