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OpenOffice 3.2: Release Candidate 1 veröffentlicht

Die neue, fehlerbereinigte Version der freien Bürosuite steht mittlerweile als RC 1 zum Download zur Verfügung.

22.12.2009, 11:15 Uhr
Arbeitsplatz© Brad / Fotolia.com

Was Mozilla mit Firefox gelungen ist, erhoffen sich auch viele andere Entwickler freier Softwareprodukte. Innerhalb weniger Jahre gelang es dem freien Browser die Dominanz des einst so unangreifbaren Internet Explorer von Microsoft zu brechen. Auch im Bereich Bürosoftware verfügt der Windows-Hersteller mit dem Office-Paket über eine Suite, die bereits seit Jahrzehnten ein Quasi-Monopol innehat. Rund 90 Prozent Marktanteil hält "MS Office" weltweit, jedoch verzichten auch Großkonzerne mittlerweile auf die teuren Lizenzen des Programms. Der schärfste Konkurrent, das kostenlose "OpenOffice" von Sun, gilt vielen Nutzern längst als gute oder bessere Alternative. Nun steht der erste Release Candidate (RC) von Version 3.2 bereit – zahlreiche neue Features und Verbesserungen inklusive.
Mehr Speed und Kompatibilität
OpenOffice.org 3.2 soll mehr Geschwindigkeit, größere Kompatibilität sowie höheren Komfort bieten. Mit einem erheblich beschleunigtem "Kaltstart" öffnen sich nun die Programme "Draw", "Writer" und "Calc": Im Vergleich zu Version 3.0 sollen beide Tools um 46 Prozent schneller zur Verfügung stehen. Optimiert wurde auch die Unterstützung des freien Dokument-Standards ODF 1.2. Damit der Nutzer jedoch ebenfalls alle anderen bekannten Dateiformate problemlos lesen und schreiben kann, gab es auch hier zahlreiche Verbesserungen. Erstmals ist zudem der Einsatz von OpenType-Schriften möglich, die auf Postcript basieren. Hinzugefügt wurden darüber hinaus weitere Sprachen und Dialekte.
Die gesamte Liste der Neuerungen von OpenOffice 3.2 lässt sich unter openoffice.org einsehen. Der RC 1 steht ab sofort in 62 Sprachen für die Betriebssysteme Windows, Linux, Mac OS X und Solaris als Setup oder gepackte Datei zum Download bereit. Da es sich allerdings um keine stabile Version des Programms handelt, wird ein Produktiveinsatz nicht empfohlen.

(Christian Wolf)

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