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Openoffice 3.1 bringt etliche Verbesserungen mit

Anfang April steht die neue Version zum Download bereit, die Entwickler gaben bereits jetzt einige Einblicke in neue Funktionen wie Antialiasing, Überschreibschutz oder erweiterte Kommentarmöglichkeiten.

16.03.2009, 11:33 Uhr
Laptop© Micha Bednarek / Fotolia.com

Briefe schreiben, Tabellen erstellen, Präsentationen entwerfen: mit einem Office-Programm sind diese Aufgaben schnell erledigt. Das eine gut ausgestattete Office-Software nicht unbedingt kostenpflichtig sein muss, beweist Sun schon seit Jahren mit seiner Programmsammlung Openoffice. Die per Download kostenlos erhältliche Alternative zum weit verbreiteten Microsoft Office erscheint voraussichtlich am 9. April in der Version 3.1. Die Entwickler haben bereits jetzt einen Einblick in die Verbesserungen und Neuerungen gewährt.
Antialiasing für alle Module
Ganz oben auf der Liste der von Nutzern gewünschten Verbesserungen stand laut einem Eintrag im Blog der Sun-Entwickler die Einführung von Antialiasing in allen Anwendungen. Durch diese Funktion, an der fünf Jahre lang herumgetüfftelt worden sei, werden Kanten von Linien geglättet, insbesondere die Darstellung von Diagrammen und Zeichnungen wird dadurch erheblich verbessert. Rund 500.000 Zeilen Code mussten geändert oder neu geschrieben werden, damit Antialiasing auf allen Systemen funktioniert.
Optimierte Funktionen und Neuerungen
Auch das Platzieren von Objekten per Drag and Drop wurde erleichtert. Statt einer schlichten Umrandungslinie ist nun ein "Schattenbild" der Grafik sichtbar. Ebenfalls programmübergreifend integriert wurde ein Überschreibschutz, der insbesondere dann zum Tragen kommt, wenn mehrere Autoren zur selben Zeit die gleiche Datei bearbeiten. Damit soll verhindert werden, dass andere Team-Mitglieder die gemachten Änderungen überschreiben. Angezeigt werden kann auch, wer das Dokument bereits geöffnet hat. Textstellen lassen sich nun nicht nur mit Markierungen unter dem Text, sondern mit den gleichen Funktionen auch über dem Text hervorheben. Im Textbearbeitungsmodul Writer kann nun Text auch farblich dezenter markiert werden als durch eine schlichte inverse Darstellung der Buchstaben. Kommentare, die Autoren zu bestimmten Textstellen verfasst haben, können nun von anderen Mitautoren an gleicher Stelle beantwortet werden. Kommentare lassen sich zudem durchsuchen. Die Grammatikprüfung ist schließlich nun fest in Writer eingebunden.
Auch beim Tabellenprogramm Calc wurde einiges verbessert. Tabellenblätter können nun per Doppelklick umbenannt werden. Der bereits in Writer eingeführte Zoom-Schieberegler findet seinen Platz nun auch im Modul Calc. Die Schriftgröße im Präsentationsprogramm Impress lässt sich mit zwei neuen Schaltflächen schnell vergrößern oder verkleinern. Das Zeichnen von Diagrammen mit Chart erlaubt nun mehr Optionen für das Platzieren von Achsen. Auch Datenbanken via Base werden übersichtlicher, da die SQL-Syntax dort künftig farblich hervorgehoben wird.

(Jörg Schamberg)

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