Absichtserklärung

Open RAN: Vier Netzbetreiber wollen offene Mobilfunktechnologie fördern

Mobilfunk-Basisstationen sollen künftig dank Open RAN Hardware und Software verschiedener Anbieter nutzen können. Die vier Netzbetreiber Telekom, Vodafone, Telefónica und Orange versprechen sich davon offenere und flexiblere Mobilfunk-Zugangsnetze.

Jörg Schamberg, 20.01.2021, 11:02 Uhr
Mobilfunkmast© Kara / Fotolia.com

Vier der führenden europäischen Netzbetreiber wollen gemeinsam die Einführung der Mobilfunktechnologie Open Radio Access Network (Open RAN) fördern. Das erklärten die vier Unternehmen Deutsche Telekom, Orange, Telefónica und Vodafone. Im Antennen-Zugangsnetz solle Offenheit und Vielfalt gewährleistet sein. Open RAN-Lösungen sollen zeitnah in Europa einsetzbar sein.

Herstellerneutrales Netz auf Grundlage offener Schnittstellen als Ziel

Open RAN soll sowohl Privat- als auch Unternehmenskunden Vorteile bei der Mobilfunknutzung bringen. Bislang sind Basisstationen geschlossene Systeme, genutzt würden Soft- und Hardware eines bestimmten Anbieters. Open RAN soll dagegen Komponenten und Software verschiedener Anbieter auf Basis gemeinsamer Standards und technischer Spezifikationen in ein Funkzugangsnetz integrieren.

Es könne ein herstellerneutrales Netz auf Grundlage offener Schnittstellen realisiert werden. Vorteil für die Netzbetreiber: Der Aufbau und Betrieb der Netze werden flexibler. Betreiber sollen schneller Kapazitäten für Endanwender ergänzen und verlagern können. Netzwerkstörungen könnten automatisch behoben werden.

Von der EU-Kommission und den nationalen Regierungen erhoffen sich die vier Netzbetreiber eine wichtige Rolle bei der Förderung und Entwicklung des Open-RAN-Ökosystems.

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