Spiele

OnLive will aktuelle Spiele in den Browser holen

Der in Kürze startende Spiele-Dienst OnLive soll die Videospiel-Branche revolutionieren und Highend-PCs sowie Spielkonsolen überflüssig machen.

02.06.2009, 13:25 Uhr
DSL-Anschluss© IKO / Fotolia.com

Viele Top-Games erscheinen zunächst für die Spielkonsolen. Branchen-Kenner sehen jedoch einen Wandel voraus und die Computerspiele vermehrt über den Browser oder Set-top-Boxen flimmern. Der Spiele-on-Demand-Service OnLive steht kurz vor seinem Start und soll die Szene revolutionieren.
PC und Internetzugang
Wie onlinekosten.de bereits berichtete, werden die Videogames bei OnLive über den Internetanschluss gestreamt, PCs mit leistungsstarker High-End-Hardware oder Spielkonsolen der neuesten Generation wie die Playstation 3 sollen dann nicht mehr erforderlich sein, um aktuelle Titel zu spielen. Genügend Futter für die Zocker-Freunde sollen die großen Spiele-Schmieden liefern. Unter anderem sind Ubisoft, EA, Atari und Epic Games mit an Bord.
Konsolen bekommen mehr Konkurrenz
Ubisoft-Chef Yves Guillemot zeigte sich gegenüber der "Financial Times Deutschland" (FTD) mehr als zuversichtlich und sieht auch eine klare Änderung im Nutzungsverhalten. "Wir werden mehr Kunden für die Videospielindustrie gewinnen, aber sie werden nicht nur Konsolen nutzen, sondern auch die Geräte, die unter den Fernsehern stehen", sagte er der Zeitung.
Spiele per OnLive können entweder über ein Browser Plug-In gespielt werden, das auch für Macs verfügbar ist, oder wandern auf die sogenannte OnLive MicroConsole, eine Set-top-Box. Auf der Website gibt der Anbieter auch bereits einen Ausblick auf die Spiele: Unter anderem sind Crysis Warhead, Unreal Tournament 3 und Riddick zu sehen. Im Sommer soll der Beta-Test mit ausgewählten Nutzern starten – leider nur innerhalb der USA.
Generell verzeichnen Online-Spiele hohe Wachstumsraten. Die aktuellen Browser-Spiele zielen allerdings auf ein anderes Publikum als OnLive. Anstelle aufwendiger und aktueller 3D-Spiele gibt es bei den entsprechenden Anbietern zumeist einfachere Inhalte für den Casual Gamer.

(Saskia Brintrup)

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