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Online-Videothek Netflix: Deutschlandstart im September

Netflix gilt als Schrecken der Kabelnetz-Betreiber und Fernsehsender in den USA. In der Online-Videothek können sich Zuschauer für ein paar Dollar im Monat unbegrenzt Filme und Serien anschauen - bald auch in Deutschland.

22.07.2014, 09:29 Uhr (Quelle: DPA)
Internet© Daniel Fleck / Fotolia.com

Das in den USA populäre Videostreaming-Portal Netflix geht im September auch in Deutschland auf Sendung. Zeitgleich startet Netflix in Österreich, der Schweiz, Frankreich, Belgien und Luxemburg.

Noch keinen Preis genannt

Zum Preis des Abos äußerte sich das Unternehmen noch nicht. In den USA kostet Netflix im Monat ab 7,99 Dollar (5,90 Euro). Damit können Kunden uneingeschränkt Serien und Filme schauen. Die Kündigung ist jederzeit mit ein paar Mausklicks möglich.

Netflix hat mit seinem Videostreaming-Abo den Fernsehmarkt in den USA aufgemischt und kommt dort mittlerweile auf 35,1 Millionen zahlende Kunden. Außerhalb der Vereinigten Staaten sind es 12,9 Millionen, vor allem in Kanada und Lateinamerika. In Europa ist Netflix heute schon in Großbritannien, Irland und Skandinavien aktiv.

Geschenkkarten im Supermarkt

Netflix war 1997 gestartet. Zunächst dominierte der DVD-Verleih, mit der Verbreitung schneller Internetverbindungen schwenkte die Firma zum Streaming über. Zuletzt machte Netflix auch Furore mit Serien aus Eigenproduktion wie "House of Cards" und "Orange Is the New Black", die unter anderem für die diesjährigen Emmy-Fernsehpreise nominiert sind.

Netflix machte bisher keine Angaben zu den Preisen sowie dem Angebot in Deutschland. Angesichts der regionalen Rechtevermarktung dürfte die Auswahl in europäischen Ländern anders sein als in den USA. So gab Netflix "House of Cards" bereits ab. Am Angebot der anderen Dienste sieht man auch, dass die Rechte von den Inhabern oft in größeren Paketen verkauft werden und es deshalb viele Überschneidungen gibt.

In den USA zählen unter anderem Amazon mit seinem Dienst Prime Instant Video, das Serienportal Hulu und der Bezahlsender HBO ("Game of Thrones") zu den Konkurrenten; hierzulande sind es neben Marktführer Maxdome unter anderem Amazon und Watchever.

Zuletzt wuchs Netflix in seinen rund 40 Auslandsmärkten schneller als in der Heimat. Deutschland gehört zu einer Handvoll Länder, in denen Geschenkkarten in Geschäften vor Ort verkauft werden sollen, um das Portal bekannter und den Zugang einfacher zu machen.

(Peter Giesecke)

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