Konkurrenz für Amazon Fresh?

Online-Supermarkt Picnic: Start in Deutschland mit Gratislieferung

Der neue Online-Supermarkt Picnic will den deutschen Lebensmittelmarkt revolutionieren. Picnic liefert Lebensmittel & Co. gratis mit Elektro-Vans aus und will Lebensmittelabfälle vermeiden helfen. Noch bis April läuft eine Testphase.

Picnic Online-SupermarktPicnic liefert die Ware mit eigens entwickelten Elektro-Vans aus.© obs/Picnic

Düsseldorf – Ein neuer Player auf dem Markt für die Lieferung von Lebensmitteln wird in Kürze in Deutschland an den Start gehen. Der aus den Niederlanden stammende Online-Supermarkt Picnic liefert voraussichtlich ab April in ersten Städten in Nordrhein-Westfalen regulär aus. Derzeit läuft noch eine Testphase. Das Besondere von Picnic: Die Lieferung erfolgt gratis, zudem will der neue Anbieter mit günstigen Preisen punkten.

Starke Konkurrenz auf dem deutschen Lebensmittelmarkt

Es gibt bereits einige Online-Supermärkte in Deutschland. So liefert etwa Branchenriese REWE online bestellte Waren direkt bis an die Haustür, auch Amazon ist mit seinem Dienst Amazon Fresh in einigen deutschen Städten aktiv.

Geheime Pilotphase in Kaarst

Der in Deutschland neue Anbieter Picnic ist in den Niederlanden 2015 gegründet worden und dort bereits recht erfolgreich. Nach eigenen Angaben werden in 37 Städten rund 100.000 Kunden beliefert. Vor dem Deutschlandstart hatte Picnic in der niederrheinischen Stadt Kaarst eine geheime, sechsmonatige Pilotphase durchgeführt. Für die kommenden Wochen kündigte Picnic den regulären Start in den Städten Kaarst, Neuss und Meerbusch sowie im Düsseldorfer Stadtteil Oberkassel an. Für den derzeit bereits durchgeführten Testlauf könnten sich noch Einwohner dieser Städte bewerben. Schon bald soll der Dienst auf weitere Städte ausgedehnt werden.

Online-Bestellung per Picnic-App

Über die online unter www.picnic.de erhältliche Picnic-App sollen sich Lebensmittel und Produkte des täglichen Bedarfs online bestellen lassen. Es gelte ein Mindestbestellwert von 25 Euro pro Bestellung. Picnic sei der nach Unternehmensangaben erste Anbieter, der den Service ohne Liefergebühr anbiete. Doch einen Aufschlag auf die Preise soll es dennoch nicht geben. Die Waren würden erst von Picnic gekauft, wenn die Kunden sie über die App bestellen würden. Dadurch ließen sich Lebensmittelabfälle vermeiden.

"Günstigste Preise und Gratislieferung können wir deshalb garantieren, weil wir anders als Supermarktketten keine hohen Mieten für Filialen bezahlen, aufgrund unserer Logistik Lebensmittelabfälle vermeiden und auf der letzten Meile hoch effizient sind" erläutert Frederic Knaudt aus dem Gründerteam von Picnic in Deutschland. Zudem würden Pfandflaschen und Verpackungen von Picnic wieder mitgenommen.

Auslieferung mit Elektro-Vans auf optimierten Routen

Die Auslieferung der Waren erfolge mit eigens entwickelten Elektro-Vans, die optimierte Routen abfahren und eine pünktliche Zustellung sichern sollen. Kunden können bei der Bestellung einen Liefertermin wählen. Picnic verspricht für die Lieferung ein maximal 20-minütiges Zeitfenster, damit es keine langen Wartezeiten für die Kunden gebe. Wer bis 22 Uhr bestelle, erhalte die Ware am Nachmittag oder Abend des folgenden Tages.

Picnic will deutschen Lebensmittelmarkt revolutionieren

Über die App sollen die Kunden den Weg des Zustellfahrzeuges und den genauen Lieferzeitpunkt verfolgen können. Auch der Name und ein Foto des jeweiligen Fahrers des Lieferwagens werde über die App angezeigt. Die Auslieferung werde mehrheitlich von Studenten übernommen.

"Unser Ziel ist klar: Wir wollen ein Angebot für alle Verbraucher schaffen und damit den deutschen Lebensmittelmarkt revolutionieren", so Knaudt.

Jörg Schamberg

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