Sendungen aus Drittstaaten

Online-Shopping wird ab 1. Juli teils teurer: Das ist der Grund

Im Internet bestellte Sendungen aus Drittstaaten werden ab Anfang Juli umsatzsteuerpflichtig. Für Online-Shopper ändert sich einiges und sie müssen mit etwas höheren Kosten für Bestellungen aus Ländern wie den USA, China oder Großbritannien rechnen.

Jörg Schamberg, 24.06.2021, 17:25 Uhr (Quelle: DPA)
Online-Shopping© Denys Prykhodov / Fotolia.com

Online-Shopper aufgepasst: Ab dem 1. Juli sind alle Sendungen aus Ländern außerhalb der EU umsatzsteuerpflichtig. Die derzeitige Regelung, bei der Kleinsendungen bis zu einem Wert von 22 Euro steuerfrei importiert werden können, entfällt zum Stichtag, erklärt das Hauptzollamt Magdeburg. Die Folge: Für jede Ware, die in einem Drittland wie den USA, Großbritannien oder China bestellt wird, müssen Einfuhrabgaben bezahlen werden.

Zollanmeldung für alle Sendungen aus einem Drittland

Außerdem muss ab diesem Zeitpunkt grundsätzlich für alle Sendungen aus einem Drittland eine Zollanmeldung abgegeben werden. Diese Aufgabe übernimmt aber in der Regel der zuständige Post- beziehungsweise Kurierdienst.

Dieser bezahlt auch schon die fälligen Einfuhrabgaben an den Zoll. In der Regel müssen Sie dann die Abgaben bei der Zustellung der Sendung bei dem Beförderer bezahlen. Für die Abwicklung erheben Logistikunternehmen unter Umständen eine gesonderte Servicepauschale.

Sachwert der Sendung entscheidet über Höhe der Einfuhrabgaben

Abgaben von weniger als einem Euro werden jedoch nicht erhoben. Diese abgabenfreien Post- und Kuriersendungen können wie bisher direkt zugestellt werden, wenn keine Verbote und Beschränkungen entgegenstehen. Maßgeblich für die Berechnung der Einfuhrabgaben ist der Sachwert der Sendung. Entscheidend ist, welcher Betrag tatsächlich gezahlt wurde, um die Ware zu erhalten.

Der Zoll nennt folgendes Rechenbeispiel. Für einen in China bestellten Kabelbinder für 10 Euro würde eine Einfuhrumsatzsteuer (19 Prozent) von 1,90 Euro anfallen. Zuzüglich der Servicepauschale des Kurierdienstes (beispielsweise 5 Euro) könnte einem Kunden in dem Fall 6,90 Euro berechnet werden, die dieser bei Zustellung des Paketes zahlen muss. Verbrauchssteuern fallen laut Zoll jedoch keine an, da Waren bis 150 Euro zollfrei seien.

Günstige Internet-Tarife finden
Kommentieren Forum
Zum Seitenanfang