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Online-Shopping im EU-Ausland scheitert oft

Laut EU-Kommission seien bei einer Testkaufauktion rund 60 Prozent von 11.000 Bestellungen gescheitert. Händler lieferten nicht ins Ausland oder boten keine grenzüberschreitende Zahlung an.

25.10.2009, 16:31 Uhr (Quelle: DPA)
Datenübertragung© envfx / Fotolia.com

Das Internet ist ein Shopping-Paradies. Es gibt kaum etwas, das sich nicht online bestellen lässt. Auch der Einkauf im Ausland ist schnell per Mauslick erledigt. Doch die Abwicklung solcher Käufe scheitert in der Praxis in vielen Fällen.
60 Prozent der Bestellungen scheitern
Online-Einkäufe im EU-Ausland kommen häufig nicht zustande, weil die Händler nicht in andere Länder liefern oder keine grenzüberschreitende Zahlung anbieten. Eine Testkaufaktion mit rund 11.000 Bestellungen habe ergeben, dass rund 60 Prozent der Bestellungen im EU-Ausland aus diesen Gründen scheiterten. Dies berichtete die EU-Kommission am Donnerstag in Brüssel. Gekauft werden sollten beliebte Produkte wie CDs, Computer oder Waschmaschinen.
EU will einheitliche Vorschriften für den Online-Handel
EU-Verbraucherkommissarin Meglena Kuneva forderte deshalb eine Vereinheitlichung der Vorschriften: "Wir müssen das rechtliche Labyrinth vereinfachen, das die Online-Händler davon abhält, ihre Waren in anderen Ländern anzubieten." Der europäische Internethandel wächst nach Angaben der EU-Kommission rapide. 2006 hatte er einen geschätzten Umfang von rund 160 Milliarden Euro. Oftmals seien die Produkte im Ausland preiswerter oder im Inland gar nicht erhältlich.

(Jörg Schamberg)

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