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Online-Petition fordert HDTV bei Kabel Deutschland

Die öffentlich-rechtlichen Sender zeigen aktuell im Rahmen eines HD-Showcases mehrere hundert Stunden hochauflösende Programminhalte. Eine Einigung zur Einspeisung bei Kabel Deutschland steht noch aus.

28.12.2009, 12:31 Uhr
Kabel Deutschland© Kabel Deutschland

Die öffentlich-rechtlichen Sender ARD, ZDF und Eins Festival senden noch bis Anfang Januar im Rahmen eines aktuellen HD-Showcases hunderte Stunden Programm im hochauflösenden Format. Wie berichtet, können aber nicht alle Kunden diesen HD-Testbetrieb empfangen. Beim größten deutschen Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland gibt es keinen HD-Showcase. Dagegen wendet sich nun eine Online-Petition.
"Wer zu spät einspeist, den bestraft der Kundenverlust"
Die am 23. Dezember gestartete Internet-Initiative verzeichnet inzwischen bereits mehr als 700 Unterstützer. Die Initiatoren der Petition fordern eine sofortige Einspeisung des HD-Showcases. Kabel Deutschland (KDG) mache auf "stur" und könne sich nicht mit den Sendern einigen. Daher wird die Geschäftsführung des Kabelnetzbetreibers aufgefordert, intensive Gespräche zu führen: "Verhandeln Sie 14 Stunden am Tag mit den Anbietern - Aber zuerst einmal Einspeisung der HD-Programme - Jetzt!". Die Kabel Deutschland-Kunden wollten nicht länger als Spielball fungieren. Alternativen zu dem Kabelanbieter gebe es: "Umrüsten auf SAT-Empfang gewinnt täglich an Vorstellungskraft und eine Kündigung Richtung KD ist letztlich schnell geschrieben".
Kabel Deutschland zuversichtlich über eine Einigung mit ARD und ZDF
Kabel Deutschland hatte gegenüber onlinekosten.de bereits in der vergangenen Woche Stellung zum Thema HDTV bezogen und auf die höheren Kosten für eine Einspeisung von HD-Inhalten hingewiesen. An diesen Kosten wollten sich die öffentlich-rechtlichen Sender nicht beteiligen, obwohl sie bei der Satellitenübertragung der Programme dazu bereit wären. Das Unternehmen befinde sich in "intensiven Gesprächen" mit ARD und ZDF. "Wir sind zuversichtlich, dass wir uns mit den Sendern über die Einspeisung der HD-Programme und die ökonomischen Kriterien einigen werden", sagte eine KDG-Unternehmenssprecherin.

(Jörg Schamberg)

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