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Online-Monopoly von weltweiter Nachfrage überrollt

Gleich am Starttag wollten sich über 1,7 Millionen Surfer registrieren, um auf den bekannten Google-Maps-Karten Straßen zu kaufen, Gebäude zu errichten und Miete zu kassieren. Die Serverkapazitäten werden jetzt erweitert.

11.09.2009, 16:58 Uhr
Internet© Daniel Fleck / Fotolia.com

Monopoly kennen sicherlich die meisten noch als Brettspiel. Für Computerspieler hat Spielehersteller Hasbro die modernisierte Version Monopoly City konzipiert. Den Sprung ins Internet schaffte das Spiel rund um den Handel mit Straßen und Immobilien am 9. September auf der Webseite www.monopolycitystreets.com. Doch das gemeinsam mit dem Google-Kartendienst Google Maps entwickelte Online-Spiel übertraf bereits Stunden nach dem Start mit über 1,7 Millionen Registrierungen die Erwartungen.
Google Maps als Spielfeld
Der weltweite Run auf die Webseite des kostenlosen Online-Monopoly blieb nicht ohne Folgen. Die Ladezeiten der Internetseite verlängerten sich und es kam zu Zugangsproblemen. Spieler, denen die Anmeldung gelingt, finden zunächst eine Weltkarte vor. Als Spielfeld dient der gesamte Globus. Mittels Suchfunktion lassen sich bestimmte Straßen einer gewünschten Adresse in einer Google Maps-Karte anzeigen. Per kurzer Abfrage wird ermittelt, ob die Straße noch zum Kauf steht oder bereits von einem anderen Mitspieler erworben wurde. Bekannte Straßen in Großstädten wie Berlin, Köln, München oder Hamburg fanden schnell einen Besitzer.
Drei Millionen Monopoly-Dollar als Startkapital
Zum Start stehen jedem Mitspieler drei Millionen Monopoly-Dollar zur Verfügung. Nach dem Kauf einer Straße lassen sich dort 27 verschiedene Gebäudetypen vom einfachen Wohnhaus für 50.000 Monopoly-Dollar bis hin zum prachtvollen Monopoly-Wolkenkratzer für 100 Millionen errichten. Jede gebaute Immobilie erhöht die täglich ausgezahlten Mieterträge für die jeweilige Straße. In Google Earth werden die Baumaßnahmen der Spieler sogar in den Satellitenbildern der realen Straßen integriert. Anderen Mitspielern kann der Aufstieg zum großen Immobilienhai erschwert werden, indem Störgebäude wie Mülldeponien, Gefängnisse oder Kohlekraftwerke auf der Straßen der Gegner platziert werden. Diese erhalten dann für diese Straßen solange keine Miete mehr, bis eine Ereigniskarte den Abriss der Störgebäude ermöglicht.
Serverkapazitäten werden erweitert
Das größte virtuelle Monopoly-Spiel aller Zeiten übertreffe die prognostizierten Zugriffszahlen aktuell bereits um das Dreifache, die technischen Kapazitäten seien laut Hasbro überlastet. "Das Monopoly Team hat die ursprüngliche Serverkapazität bereits verdreifacht und arbeitet weiter mit Hochdruck an der Ausweitung der Kapazitäten, um der weltweiten Monopoly-Fangemeinde schnellstmöglich einen reibungslosen Zugriff auf die Seite zu ermöglichen", so Rafaela Hartenstein, Pressemanagerin von Hasbro Deutschland. Tag und Nacht werde an der Seite gearbeitet, so dass in den nächsten Tagen mit schnelleren Ladezeiten und einem störungsfreien Zugriff zu rechnen sei. Nach den derzeitigen Planungen soll das Online-Spiel bis mindestens Ende Januar 2010 laufen.
Update vom 13. September: Restart des Spiels geplant
Wegen der technischen Schwierigkeiten in der Startphase, hat Hasbro im offiziellen Blog zu Monopolycitystreets.com einen Neustart des Spiels für Mitte der kommenden Woche angekündigt. Bis dahin würden die Entwickler zudem noch von den Spielern entdeckte Bugs beseitigen. Hasbro werde den genauen Zeitpunkt für den Neustart mindestens 24 Stunden vorher bekanntgeben, damit alle Spieler die gleichen Chancen erhalten.

(Jörg Schamberg)

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