Spam und Falschmeldungen

Online-Dienste kämpfen gegen Corona-Fake-News

Die großen Online-Dienste wie Facebook, Google, YouTube, Twitter und andere arbeiten zusammen für die Bekämpfung von Falschinformationen rund um den Coronavirus.

Melanie Zecher, 17.03.2020, 14:38 Uhr (Quelle: DPA)
News© Karin & Uwe Annas / Fotolia.com

Die großen Online-Plattformen haben sich zusammengetan, um effizient Falschinformationen und Betrugsversuche rund um die Coronavirus-Ausbreitung zu bekämpfen. Außerdem wollen sie kompetente Informationen stärker in den Vordergrund bringen und wichtige Mitteilungen von Gesundheitsbehörden verbreiten, teilten Facebook, Google, YouTube, Twitter, Reddit, Microsoft und LinkedIn mit.

Es gab zunächst keine Details dazu, was die Kooperation konkret beinhaltet. In den vergangenen Tagen waren auf den Plattformen vielfach falsche oder zweifelhafte Informationen zum neuartigen Coronavirus aufgetaucht. Sie gingen bereits einzeln dagegen vor und entfernten zum Beispiel Werbung für angebliche Heilmittel.

Corona-Spam im Umlauf

Zugleich nehmen Online-Kriminelle Nutzer mit Spam-Mails zu Coronavirus-Themen ins Visier. So seien aktuell Mails mit vermeintlichen Informationen zum Coronavirus von renommierten Institutionen wie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Umlauf, die eine schädliche PDF-Datei als Anhang beinhalten, warnte die IT-Sicherheitsfirma Eset. Beim Öffnen der Datei könne der Computer infiziert werden.

Justizministerin rät zur Skepsis

Justizministerin Christine Lambrecht (SPD) fordert, Falschmeldungen zur Corona-Krise schnell zu löschen und Nutzer, die diese veröffentlichten, zu blockieren. "Wer in dieser herausfordernden Zeit Fake News streut und weiterverbreitet, handelt völlig verantwortungslos und verschlimmert die Situation", kritisierte Lambrecht. Jeder Bürger sei aufgefordert, dubiose Nachrichten nicht einfach weiterzuverbreiten, sondern skeptisch zu sein. Man solle sie bei zuverlässigen Nachrichtenquellen wie Zeitungen, Radio- und Fernsehsendern überprüfen. "Auch auf den Internetseiten der Bundesregierung informieren wir umfassend und zuverlässig", betonte Lambrecht.

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