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OnePhone: Homezone für Geschäftskunden

Die neue Business-Marke kombiniert die Vorzüge einer Festnetz-TK-Anlage mit der Flexibilität des Mobilfunks. Gespräche unter Kollegen einer Firma sind deutschlandweit kostenlos möglich.

16.11.2009, 16:00 Uhr
Handy Telefonat© Yuri Arcurs / Fotolia.com

Neue Konkurrenz für die Deutsche Telekom, Vodafone und Co. in der Geschäftskunden-Welt. Wie bereits am Sonntag berichtet, bringt sich ein neuer Anbieter mit Mini-Mobilfunknetzen für Unternehmen ab 30 Mitarbeitern in Stellung, um etablierten Festnetzgesellschaften durch mehr Flexibilität den Kampf um Marktanteile anzusagen: OnePhone. An dem Joint-Venture ist zu 40 Prozent die E-Plus-Mutter KPN beteiligt, die anderen 60 Prozent gehören der schwedischen OnePhone Holding, die bereits seit 2003 am Heimatmarkt aktiv ist und namhafte Kunden wie Kärcher, Volvo oder die Messe Stockholm betreut. Nun betritt OnePhone mit einer Art Homezone für Geschäftskunden auch den deutschen Markt.
Mini-Mobilfunknetz für das Firmengelände
Die Idee hinter der neuen Lösung, die mit allen gängigen GSM-Handys nutzbar ist: TK-Anlage, Festnetz und Mobilfunk bündeln und alle gewohnten Funktionalitäten wie kostenlose Telefonate zwischen Mitarbeitern verfügbar machen. Jedoch eben nicht wie gewohnt über klassische Festnetz-Telefone, sondern auf Mobilfunk-Basis mit Hilfe einer virtuellen Telefonanlage. Der Clou: Alle Anrufe, egal ob diese nun auf einer Nebenstellen-Nummer oder einer Mobilfunknummer eingehen, landen nur noch auf dem Handy.
Dafür wird auf dem Firmengelände ein zusätzliches Handy-Netz errichtet. Die notwendige Antenne ist nach Angaben von OnePhone Deutschland-Chef Marc Mauermann nicht größer als ein gängiger WLAN-Router. Wer das Firmengelände verlässt, telefoniert mit seinem Handy im Mobilfunk-Netz von E-Plus, kann alle Kollegen aber auch unterwegs kostenlos erreichen. Rufweiterleitungen, Konferenzen oder Gruppen-Schaltungen sind auch mit OnePhone kein Problem. Klingelt das Telefon eines Kollegen, der gerade aber nicht am Platz ist, lässt sich auf dem Bildschirm eines Kollegen ein Pop-Up-Fenster aktivieren, das den eingehenden Anruf signalisiert und auf ein Annehmen des Gesprächs über das eigene Telefon hinweist.
Die OnePhone-Betreiber sind nach eigenen Angaben überzeugt, dass es bereits bei Unternehmen mit 30 bis 50 Mitarbeitern wirtschaftlich sinnvoll sein kann, auf die neue Business-Lösung zu setzen. Rein theoretisch ist das Angebot sogar in Unternehmen mit mehr als 1.000 Kollegen nutzbar. Eine Portierung der Rufnummer ist möglich, die für die Verwaltung der Telefonnummern notwendige Software läuft zum großen Teil im Browser über das Internet und ist damit weitestgehend Plattform-neutral. Angaben zu anfallenden Kosten macht OnePhone nicht. Sie können von Unternehmen zu Unternehmen variieren.

(Hayo Lücke)

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