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OneDrive: Microsoft soll wieder Markenrechte verletzt haben

Microsoft musste seine Online-Festplatte SkyDrive umbenennen, da Rechte von BSkyB verletzt worden waren. Aber auch der neue Name OneDrive bringt kein Glück. Daran könnte der Hosting-Anbieter One.com Rechte geltend machen.

30.01.2014, 15:07 Uhr
Microsoft© Microsoft

Dieser Fall könnte peinlich werden. Microsoft musste seine Online-Festplatte SkyDrive umbenennen, da Rechte des britischen Fernsehsenders BSkyB verletzt worden waren. Aber auch der neue Name OneDrive bringt kein Glück. Vielleicht muss jetzt ein weiterer gesucht werden, denn der Hosting-Anbieter One.com könnte seinerseits Rechte geltend machen.

Ein ähnliches Produkt mit ähnlichem Namen

One.com ist ein Hosting-Anbieter, der seit drei Jahren auch Cloud-Dienste unter dem Namen "Cloud Drive" anbietet. Thomas Medard Frederiksen, COO von One.com, sagte gegenüber Neowin, dass derzeit geprüft werde, ob Microsoft die Markenrechte von One.com verletze. Dann könnten rechtliche Schritte folgen. "OneDrive von Microsoft ist ein ähnliches Produkt – mit einem ähnlichen Namen. Das wird zu Verwechslungen führen."

Nach einem juristischen Streit mit dem Pay-TV-Sender BSkyB, der meist unter dem Namen Sky auftritt, hatte sich Microsoft im Sommer 2013 verpflichtet, SkyDrive umzunennen. Sky betrieb ebenfalls einen Cloud-Dienst im Nebengeschäft – unter dem Namen "Sky Store & Share".

Nicht zum ersten Mal

Frederiksen wundert sich, dass Microsoft nicht gründlicher recherchiert, bevor ein neuer Name gewählt wird. Microsoft würde nicht nur mit seiner Online-Festplatte einen doppelten Fehlgriff getätigt haben, auch das Design seiner Oberfläche, die für Windows Phone entwickelt wurde, musste umbenannt werden. Aus Metro-UI wurde Modern-UI. Der deutsche Handelskonzern Metro AG war gegen Microsoft vorgegangen.

(Peter Giesecke)

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