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Offiziell: Lenovo kauft Motorolas Handy-Sparte

Google verkauft das Handy-Geschäft von Motorola nach wenigen Jahren wieder. Käufer ist der chinesische PC-Hersteller Lenovo.

29.01.2014, 23:11 Uhr (Quelle: DPA)
Smartphone© goodluz / Fotolia.com

Google verkauft das Handy-Geschäft von Motorola nach weniger als zwei Jahren an den chinesischen Konzern Lenovo. Der weltgrößte PC-Hersteller zahlt dafür 2,91 Milliarden Dollar. In bar sind es allerdings nur 660 Millionen Dollar. Hinzu kommen Lenovo-Aktien im Wert von 750 Millionen Dollar. Die restlichen 1,5 Milliarden Dollar werden über Papiere mit einer Laufzeit von drei Jahren geregelt. Google hatte für Motorola Mobility 12,5 Milliarden Dollar bezahlt.

Lenovo wird immer mächtiger

Lenovo strebt ins Smartphone-Geschäft und kann die unter anderem in den USA bekannte Marke Motorola gut gebrauchen. Google hatte den Kauf von Motorola 2011 unter anderem mit dem Patent-Schatz des Mobilfunk-Pioniers begründet. Jetzt behält der Internet-Konzern einen Großteil der Patente.

Google hatte das Angebot für Motorola im August 2011 abgegeben und monatelang auf eine Freigabe durch internationale Regulierungsbehörden gewartet. Die Übernahme wurde erst im Mai 2012 abgeschlossen. Auch unter Google-Regie schrieb Motorola bisher Verluste. Daran konnten auch neue Modelle wie das Moto X nichts ändern.

Google behält zahlreiche Patente

Lenovo will mit der Übernahme, die auch die Verwendung des Markennamens von Motorola beinhaltet, nach eigenen Angaben unter anderem seine Position in Zentral- und Südamerika stärken. Auch der Gewinn von Marktanteilen in Europa liege dem ausgehandelten Deal, der noch von Kartellbehörden genehmigt werden muss, zugrunde. Google wird allerdings diverse Patente behalten und von Lenovo Lizenzzahlungen erhalten.

Google werde weiterhin das gesamte Android-Ökosystem verteidigen, sagte Konzernchef Larry Page in einem Blogeintrag. Er begründete den Verkauf damit, dass Motorola im scharfen Wettbewerb in der Branche bei einem reinen Gerätehersteller wie Lenovo besser aufgehoben sei. Google könne sich nun ganz auf Innovationen bei Android konzentrieren.

(Hayo Lücke)

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