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Österreich will IPTV für Tourismus nutzen

Ausbau der DSL-Netzes in ländlichen Regionen ist ein Meilenstein für die Infrastruktur. Große Erwartungen an IPTV.

16.02.2007, 09:13 Uhr
DSL-Anschluss© IKO / Fotolia.com

Die Nutzung von Breitband-Zugängen spielt für die Landbevölkerung in Österreich eine immer größere Rolle. Im Rahmen einer von der GfK vorgestellten Studie wurden 400 Bürgermeister aus dem gesamten Bundesgebiet befragt. Kein einziger kann sich vorstellen, auf Breitband noch zu verzichten.
Zukunftsmedium IPTV
Große Erwartungen werden dabei in den IPTV-Sektor gesetzt. So könnten Plattformen für lokale Tourismusinformationen entstehen, um die Leistungen und Angebote in Wort und Bild vorzustellen. Dabei würden die Gemeinden als eigener Content-Lieferant auftreten. Aber nicht nur für Touristen wird IPTV als interessant erachtet. Auch die Nutzung für Bildungsprogramme und als Gemeindefernsehen wäre denkbar. Somit könnten in strukturschwachen Regionen Arbeitsplätze geschaffen werden.
Vernetzung in Stadt und Land
Als Voraussetzung für diese ambitionierten Pläne gilt der Ausbau der Breitband-Infrastruktur. Die Topographie Österreichs verlangt hohe Investionen, um einen landesweiten Ausbau der schnellen Internetverbindungen zu gewährleisten. Allein Telekom Austria steckt rund 300 Millionen Euro in die Entwicklung der Kommunikations-Infrastruktur, ein Großteil des Geldes fließt in den Bereich Breitband.
In Deutschland ist die T-Com derzeit mit dem Aufbau des so genannten VDSL-Netzes beschäftigt. Derzeit können nur etwa 5,5 Millionen Kunden in zehn Ballungsräumen einen Hochgeschwindigkeitszugang zum Internet nutzen. Vor allem in den neuen Bundesländern und Berlin gibt es nach wie vor keine flächendeckende Versorgung mit regulären DSL-Anschlüssen.

(Stefan Hagedorn)

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