Unitymedia-Übernahme

Öffnung des Vodafone-Kabelnetzes: Telefónica will Wettbewerb beleben

Telefónica Deutschland-Vorstandsmitglied Valentina Daiber rechnet mit mehr Wettbewerb durch die Öffnung des Kabelnetzes von Vodafone. Telefónica sei bereit, um die Gunst der Kunden zu kämpfen.

Telefónica Germany Zentrale München© Telefónica Germany GmbH & Co. OHG

München - Die Entscheidung der EU-Kommission zur Genehmigung der Übernahme des Kabelnetzbetreibers Unitymedia durch Vodafone steht noch aus. Brüssel könnte in den kommenden Wochen aber grünes Licht für das Zusammengehen der beiden größten deutschen Anbieter von Internet, Telefonie und TV per Kabelnetz geben. Vodafone hatte im April als Zugeständnis die Öffnung seines dann in allen Bundesländern verfügbaren Kabelnetzes für den Konkurrenten Telefónica Deutschland angeboten. Telefónica, der Mobilfunknetzbetreiber und Festnetzanbieter aus München, warb am Dienstag in seinem Firmenblog für die Vorzüge dieser Lösung.

Vodafone-Kabelnetz als Alternative zum Telekom-Festnetz

Valentina Daiber, Chief Officer for Legal and Corporate Affairs und Mitglied des Vorstands von Telefónica Deutschland, sieht durch die Öffnung des Netzes eine Chance für echten Wettbewerb im Festnetz. Denn mit dem Vodafone-Kabelnetz gebe es für Telefónica eine Alternative zum Anmieten von Festnetzleitungen der Telekom. Telefónica Deutschland könne über das Kabelnetz dann deutschlandweit für bis zu 24 Millionen Haushalte kabelbasierte Dienste von O2 anbieten. Dazu würden Breitbandinternet, Sprachtelefonie, internet-basierte TV-Dienste und Bündelprodukte gehören. Derzeit sei das DSL-Netz der Telekom die alleinige technologische Basis der O2-Festnetzprodukte.

Telefónica will um Kunden kämpfen

"Die Öffnung von Vodafones Kabelnetz verändert die Struktur des Festnetzmarktes grundlegend. Es schafft nicht nur zum ersten Mal überhaupt Wettbewerb im Gestattungs- oder Wholesale-Markt für Festnetzprodukte. Bisher war die Telekom hier die einzige Adresse, an die man sich als Anbieter wenden konnte", so Daiber.

Die Telefónica Deutschland-Managerin bezeichnet das Zugangs-Abkommen als "gut für den deutschen Markt". Telefónica Deutschland könne den Festnetzwettbewerb dadurch in Schwung bringen. "Wir haben die finanziellen Mittel, die Expertise und einen starken Anreiz, uns in den Kampf um die Gunst der Kunden zu stürzen", erklärt das Telefónica Deutschland-Vorstandsmitglied.

Günstige Internet-Tarife finden

Jörg Schamberg

Lesen Sie alles Wichtige von onlinekosten.de - auf Wunsch per Notify direkt auf dem Handy. Newsletter per Notify Newsletter per Mail
Kommentieren Forum

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Zum Seitenanfang
NewsletterPopup