Marktuntersuchung der Bundesnetzagentur

Öffnung der Kabelnetze bei Übernahme von Unitymedia durch Vodafone?

Sorgt ein möglicher Kauf von Unitymedia durch Vodafone für eine Öffnung der Kabelnetze für andere Anbieter? Damit droht zumindest die Bundesnetzagentur, die bereits eine entsprechende Marktuntersuchung eingeleitet habe.

Kabelnetzbetreiber © i12 GmbH

Bonn - Noch laufen die Gespräche zwischen den Kabelnetzbetreibern Vodafone Deutschland (www.vodafone.de/kabel Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können.
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) und Unitymedia (www.unitymedia.de Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können.
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). Vodafone möchte Unitymedia übernehmen, kürzlich hatte die "Financial Times" berichtet, dass die Gespräche angeblich vor einem erfolgreichen Abschluss stehen würden. Doch der möglicherweise kurz bevorstehende Milliarden-Deal hat bereits die Bundesnetzagentur auf den Plan gerufen. Die Bonner Regulierungsbehörde habe laut Bericht von golem.de mit Bezug auf eine Meldung der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ) eine Marktuntersuchung eingeleitet, um eventuell eine Öffnung der Kabelnetze für andere Anbieter erzwingen zu können.

In einigen Regionen: Öffnung der Kabelnetze für andere Anbieter möglich?

Gegenüber der "FAZ" warnte Bundesnetzagentur-Präsident Jochen Homann: "Die Kabelanbieter sollten sich ihrer Sache nicht zu sicher sein". Unitymedia ist in den drei Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg aktiv, Vodafone in den übrigen 13 Bundesländern. Durch eine Übernahme von Unitymedia könnte Vodafone bundesweit als Kabelnetzbetreiber agieren. Während die Deutsche Telekom ihr Festnetz auch für andere Anbieter öffnen muss, gilt dies dagegen nicht für die Netze der Kabelnetzbetreiber.

Kommt also bei einem Zusammengehen von Vodafone und Unitymedia eine Öffnung der Kabelnetze? Zumindest in einigen Regionen könnte dies möglich werden, wenn dort bei Kabelnetzbetreibern eine "marktmächtige Position" festgestellt werden könne. "Es gibt Regionen, in denen dieses nicht mehr ausgeschlossen erscheint", so Homann. In diesem Fall könnte die Regulierungsbehörde die Kabelnetzbetreiber in den entsprechenden Regionen zur Öffnung ihrer Infrastruktur für andere Anbieter zwingen. Wie bei der Telekom sei auch eine Kontrolle der Zugangspreise denkbar. Die Deutsche Telekom ist strikt gegen einen möglichen Deal von Vodafone und Unitymedia.

Ergebnisse der Marktuntersuchung gibt es erst 2019

Mit einem schnellen Resultat der von der Bundesnetzagentur gestarteten Marktuntersuchung ist aber offenbar nicht zu rechnen, erst 2019 werde es Ergebnisse geben.

Jörg Schamberg

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