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o2 und Alice verlieren DSL-Kunden

Die Lust auf Smartphones bringt dem Mobilfunker o2 weiter neue Kunden. Für die deutsche Tochter des spanischen Telekomriesen Telefónica läuft es weiter gut. Für die Mutter war das dritte Quartal allerdings kaum erfreulich. Der Konzern rutschte tief ins Minus.

11.11.2011, 15:16 Uhr (Quelle: DPA)
o2© Telefónica

Die stetig wachsende Beliebtheit von Smartphones und mobilem Internet hat dem Telekom-Anbieter Telefónica Deutschland (o2) im dritten Quartal erneut mehr Kunden eingebracht. Die Zahl der Mobilfunkkunden wuchs zwischen Juli und September um 398.000 auf 18,15 Millionen, wie Telefónica Germany, die deutsche Tochter des spanischen Telekomriesen, am Freitag in München mitteilte.

DSL-Geschäft knickt ein

Doch Grund, die Sektkorken knallen zu lassen hat Telefónica hierzulande sicher nicht. Denn auch wenn die Zahl der Mobilfunk-Vertragskunden um 252.000 auf 8,97 Millionen und jene der Prepaid-Kunden um 146.000 auf 9,18 Millionen zulegte, versagte die Neukundengewinnung im Festnetz-Geschäft.

Die Zahl der DSL-Kunden ging um 17.000 auf 2,60 Millionen zurück, im Schmalband-Segment reduzierte sich die Kundenzahl um 10.000 auf 347.000. Und auch bei den klassischen Telefonanschlüssen konnte Telefónica mit seinen Marken o2 und Alice nicht wirklich punkten. Ende September telefonierten nur noch 2,04 Millionen Kunden über ein klassisches Festnetztelefon - 3.000 weniger als im zweiten Quartal des laufenden Jahres. Die Kundenzahl von Alice TV legte um 3.500 auf 83.000 zu.

"In einem harten Wettbewerbsumfeld ist es uns gelungen, den Mobilfunkumsatz im Jahresvergleich um 8 Prozent zu steigern", sagt Finanzchefin Rachel Empey. Auch Internet und die Festnetztelefonie verbuchten finanziell Zuwächse. Der Umsatz von Telefónica Germany stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um knapp 2 Prozent auf 1,27 Milliarden Euro. Der bereinigte operative Gewinn stieg um 3,3 Prozent auf gut 314 Millionen Euro.

(Hayo Lücke)

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