Handysoftware

o2: Russisches Verhüterli gegen Spam

o2-Kunden können ab sofort bei ihrem Provider online einen Spam- und Virenschutz aktivieren, der sowohl PC wie auch Handy clean hält.

09.05.2005, 14:21 Uhr
o2© Telefónica

Ab sofort bietet der Münchener Mobilfunkanbieter o2 Germany seinen Kunden einen kostenlosen Viren- und Spamfilter der Firma Kaspersky Labs aus Russland zum Download an. Wer beispielsweise die E-Mail Flat des Providers nutzt, soll demnächst sicher seine Nachrichten herunterladen können. Nach Informationen von o2 erkennt das Programm über 70.000 sowohl Handy- wie auch PC-Viren und Trojaner. Dabei scannt es die Nachrichten, die direkt über das o2-Postfach kommen ebenso, wie die gesammelten Mails externer Postfächer, die über das Netz des Mobilfunkers empfangen werden.
Kaspersky prüft, o2 löscht
Besonders Smartphone-Nutzer werden sich über die neue Software freuen, da sich Schutzmöglichkeiten für ihre kleinen Lieblinge bisher in Grenzen hielten. Kombinierte Analyseverfahren und künstliche Intelligenz sollen die Erkennungsmechanismen des Spamschutz optimieren. Nicht nur die lästigen Nachrichten an sich sollen bestens erkannt werden, sondern auch die falsche Einstufung von Mitteilungen, so genannte False Positives, sollen in Grenzen gehalten werden. Erkannte Spam-Mails werden in einen Unterordner verfrachtet und dort nach 30 Tagen automatisch gelöscht.
Strenge Regeln, radikale Ausführung
Angesichts der Massen, in denen Spam-Mails normalerweise auftreten, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie 30 Tage lang in ihrem Unterordner verweilen dürfen, doch recht gering. Der Freemail-Account von o2 verfügt schließlich nur über 20 Megabyte Webspace – die sind schnell weg, insbesondere wenn auch Mails anderer Accounts über o2 gesammelt werden. Virenverseuchte Nachrichten werden von o2 außerdem automatisch gelöscht – bleibt zu hoffen, dass die Software auch den Unterschied zwischen selbst entpackenden Dateien und Viren kennt und nicht versehentlich mehr löscht, als unbedingt nötig.

(Aleksandra Leon)

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