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o2: Nur 236.000 Neukunden im zweiten Quartal

Insgesamt stehen bei o2 inzwischen 10,36 Millionen Kunden unter Vertrag. Die Zahl der Prepaidkunden wächst allerdings schneller als die der Vertragskunden.

27.07.2006, 14:41 Uhr
o2© Telefónica

Nach Vodafone hat auch o2 Germany heute die aktuellen Geschäftszahlen für das zweite Quartal vorgelegt. Demnach konnte der kleinste deutsche Mobilfunk-Netzbetreiber zwischen Anfang April und Ende Juni dieses Jahres 236.000 neue Kunden gewinnen und die Gesamtteilnehmerzahl auf 10,36 Millionen steigern. Zum Vergleich: Vodafone konnte ein Plus von 250.000 Kunden verzeichnen, T-Mobile und E-Plus haben bisher noch keine Zahlen vorgelegt.
Immer mehr Prepaid-Kunden
Deutlich gesteigert werden konnte die Zahl der umsatzschwachen Prepaidkunden. Ein Trend, der sich auch bei den anderen Netzbetreibern abzeichnet. Im Laufe des letzten Quartals entscheiden sich 156.000 der neuen o2-Kunden für eine Prepaid-Karte, während nur 80.000 einen Vertragstarif wählten. Im Jahresvergleich stieg die Zahl der Prepaid-Kunden um satte 32 Prozent, während o2 nur 15 Prozent neue Vertragskunden gewinnen konnte. Trotzdem telefonieren noch immer mehr Vertragskunden im Netz von o2, nämlich 5,19 Millionen gegenüber 5,14 Millionen Nutzern einer vorauszahlbaren Guthabenkarte.
Nach wie vor der erfolgreichste o2-Tarif ist die Festnetz/Mobilfunk-Kombination Genion. Dieser Tarif wird aktuell von rund 3,7 Millionen o2-Kunden genutzt, was nach o2-Angaben 54 Prozent der eigenen Vertragskunden entspricht. Über das Joint Venture mit Tchibo erreichte o2 im abgelaufenen Quartal 63.000 neue Kunden, wodurch die Gesamtzahl der Tchibo-Kunden auf 722.000 gesteigert werden konnte.
Keine gesteigerte SMS-Laune
Weniger erfreulich dürfte die o2-Bosse die Tatsache stimmen, dass sowohl der durchschnittliche Umsatz pro Kunde als auch der Datenanteil am Serviceumsatz rückläufig sind. Erstaunlich auch, dass im zweiten Quartal weniger SMS verschickt wurden als noch während der ersten drei Monate. Die Gesamtzahl sank von 742 Millionen auf 727 Millionen Kurznachrichten.

(Hayo Lücke)

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