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o2 Homezone wird zur Gewinnzone

Die Münchener haben einen erfolgreichen Start ins Jahr hingelegt und die ewige Nummer drei am Markt, E-Plus, in Sachen Umsatz fürs erste hinter sich gelassen.

16.05.2007, 12:16 Uhr
o2© Telefónica

Bei o2 Germany rollt der Rubel: Die Münchener blicken auf einen erfolgreichen Start ins Jahr 2007 zurück und können sich über einen Umsatz von 843 Millionen Euro im ersten Quartal freuen. Knapp zehn Prozent hiervon stammen aus dem Geschäft von Telefónica Deutschland. Damit liegt der Marktanteil Unternehmensangaben zufolge bei 14 Prozent. Konkurrent E-Plus konnte in seinem Quartalsbericht nur einen Gesamtumsatz von 698 Millionen Euro verzeichnen. Somit hat o2 den ewigen Dritten am Mobilfunkmarkt in Sachen Umsatz aktuell hinter sich gelassen. Insbesondere die neuen Genion-Angebote der Münchener sollen zum Quartalserfolg des Unternehmens beigetragen haben.
Mehr Kunden mit hohem Umsatz
Stand 31. März konnte o2 bei den Kundenzahlen im Vergleich zum Vorjahr einen Zuwachs von elf Prozent auf heute 11,2 Millionen verzeichnen, von denen die Hälfte zu den umsatzstärkeren Postpaid-Kunden zählen. Damit haben die Münchener zwar rund zwei Millionen Kunden weniger als E-Plus, dafür lag der durchschnittliche monatliche Umsatz eines o2 Kunden (ARPU) im ersten Quartal 2007 mit 20,50 Euro deutlich über dem Wert von 17 Euro bei E-Plus und nach Unternehmensangaben zudem klar über dem Marktdurchschnitt – auch wenn der ARPU im Vergleich zum Vorjahr um 15 Prozent zurück gegangen ist. Ursachen für den Rückgang seien vor allem die gesunkenen Terminierungsentgelte und der Preisrückgang im Mobilfunkmarkt gewesen. Die Mobilfunknutzung ist hingegen im Vergleich zum Vorjahr um zwei Prozent auf nun durchschnittlich 129 Minuten im Monat angestiegen.
Die Rückgänge bei Terminierungsentgelten und Preisen sind o2 zufolge auch die Ursache für den Großteil des Minus beim Serviceumsatz. Der lag nämlich im abgelaufenen ersten Quartal 2007 bei 697 Millionen Euro und damit 4,6 Prozent unter dem Ergebnis des Vorjahresquartals. Der Ertrag vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (OIBDA) für o2 und Telefónica lag im ersten Quartal 2007 bei 161 Millionen Euro.
Homezone, Partner und DSL
Als Gewinnbringer haben sich die neuen Genion S/M/L Tarife gezeigt, die das Unternehmen erst Ende November vergangenen Jahres eingeführt hat. Mittlerweile haben sich hierfür 758.000 Neu- und Bestandskunden gefunden. Insgesamt liege die Zahl der Genion Kunden damit nun bei 3,94 Millionen. Auch die Partnerschaften entwickeln sich gut: Tchibo Mobilfunk steigerte seine Kundenzahl um 46.000 auf jetzt 873.000. Im DSL-Geschäft, das o2 im Oktober 2006 gestartet hat, verzeichnen die Münchener nun 31.000 Kunden. Insgesamt kann Telefónica Deutschland über das Wholesale-Geschäft 259.000 DSL-Anschlüsse verzeichnen.
Für mehr Service steckte o2 im ersten Quartal 203 Millionen Euro in Netzwerk und Infrastruktur. Mittlerweile haben die Münchener 11.000 GSM- und 8.000 UMTS-Stationen Auch das DSL-Netz wird von Telefónica Deutschland weiter ausgebaut. Im Sommer dieses Jahres sollen 60 Prozent der Haushalte abgedeckt sein.

(Aleksandra Leon)

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